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iPhone-Produktion in den USA: Trump lockt mit Steuerrabatten

Donald Trump möchte, dass Apple sein iPhone in den USA herstellt.
Donald Trump möchte, dass Apple sein iPhone in den USA herstellt. (©picture alliance / AP Photo 2016)

Schon im Zuge der FBI-Affäre forderte Donald Trump, Apple solle seine iPhones in den USA herstellen. In einem Gespräch mit Tim Cook unterstrich der neu gewählte US-Präsident seine Forderung und stellte sogar Steuersenkungen für große Konzerne in Aussicht.

"Apple soll seine verdammten Computer in den USA bauen", forderte Donald Trump bereits Anfang des Jahres, als der Streit zwischen Apple und der US-Behörde FBI gerade allgegenwärtig war. Seine Forderung aus den Vorwahlen wiederholte Trump nun als gewählter US-Präsident, schreibt 9to5Mac mit Verweis auf einen Bericht der New York Times. Gegenüber der Zeitung schilderte Donald Trump, dass er nach der Wahl einen Anruf von Apple-Boss Tim Cook erhalten habe. In dem Gespräch erklärte Trump gegenüber Cook, dass es für ihn eine große Errungenschaft wäre, würde Apple eine oder mehrere Produktionsstätten in den USA errichten "statt nach China oder Vietnam zu gehen".

Cook versteht den Wunsch von Donald Trump

Cook äußerte Verständnis für diesen Wunsch, blieb bei seiner Antwort aber unverbindlich: "Ich verstehe das". Zugleich stellte der President-elect "Anreize" in Aussicht, um eine Produktion in den USA leichter zu machen. Es solle "Steuersenkungen für Konzerne" geben, auf die sich Cook "freuen" dürfe. Genaue Pläne nannte Trump indes nicht, sodass die Aussage noch recht vage bleibt.  Aufgrund fehlender beruflicher Kenntnisse sei eine Verlegung in den USA ohnehin nicht sehr praktisch, heißt es wiederum von Zulieferern. Zusätzliche Jobs in den Vereinigten Staaten würden kaum geschaffen werden. Ohnehin seien die Lohnkosten bei der Fertigung eines iPhones nicht der größte Posten. Würde das Smartphone in den USA gebaut werden, dürfte der Preisaufschlag zwischen 30 und 40 US-Dollar liegen, so eine Untersuchung.

Anfang des Jahres forderte Trump gar einen Boykott aller Apple-Produkte. Die Kalifornier weigerten sich über Monate, für das FBI das iPhone eines Terroristen zu entsperren. Schließlich übernahm diese Aufgabe eine Sicherheitsfirma. Doch spätestens seit diesem Zwist ist Apple für den neuen US-Präsidenten eine Art Feindbild. Zumindest aber klingen Trumps Worte jetzt deutlich gemäßigter, als noch die polternden Worte vor der Wahl.

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