News

iPhone-Lebensdauer laut Apple bei drei Jahren

Ist das iPhone 6s nach drei Jahren obsolet?
Ist das iPhone 6s nach drei Jahren obsolet? (©TURN ON 2016)

Wie lange sollte ein iPhone halten? Drei Jahre, meint Apple und geht davon aus, dass der Käufer danach auf ein neues Gerät wechselt. Selbst einem Mac-Computer gibt der Hersteller nur vier Jahre Lebensdauer. Doch was bedeutet das für die Haltbarkeit der Geräte?

Dein Smartphone hält nur knapp über die Garantiezeit und gibt dann den Geist auf? Dieses Problem ist leider gar nicht so selten. Aber vielleicht sind Smartphones auch von vornherein gar nicht darauf ausgelegt, besonders lange in Betrieb zu bleiben. Das scheint zumindest bei Apple so zu sein, denn laut The Register hat der Hersteller nun im Zuge seiner Recycling-Strategie eine Erklärung veröffentlicht, wonach er davon ausgeht, dass iPhones nur maximal drei Jahre vom Käufer genutzt werden.

Drei Jahre für iPhone und Apple Watch, vier Jahre für den Mac

Das gleiche gilt übrigens für iPads und Apple Watches, während für Mac-Computer und ein Apple TV immerhin eine Nutzungsdauer von vier Jahren prognostiziert wird. Naja, genau genommen erwartet Apple, dass der Käufer sein iPhone nach maximal drei Jahren austauscht und seinen Mac-Computer nach maximal vier Jahren. Das muss nicht zwangsläufig heißen, dass die Geräte nicht viel länger funktionieren können. Tatsächlich gibt es ja viele iPhones, iPads und Macs, die bereits einige Jahre mehr auf dem Buckel haben. Vom Hersteller ausgelegt sind sie jedoch anscheinend nur für eine relativ kurze Zeitperiode.

Geben iPhones nach drei Jahren den Geist auf?

Es lässt sich daher nur schwer einschätzen, ob Apple bereits bei Entwurf und Herstellung der Produkte diese Zeitspanne im Hinterkopf hat und die Haltbarkeit generell nur auf drei beziehungsweise vier Jahre konzipiert. Vorwürfe, wonach Apple ältere iPhones regelmäßig durch neue Software-Updates ausbremst und die Kunden so zum Neukauf zwingt, gibt es jedoch schon eine Weile. In den USA haben derartige Vorwürfe sogar schon zu Klagen gegen den Konzern geführt.

Auf der anderen Seite könnten es schlicht und ergreifend marktwirtschaftliche Erwägungen sein, die hinter den Prognosen von Apple stehen. Oder verständlich ausgedrückt: Der Konzern hat das Kaufverhalten seiner Kunden analysiert und festgestellt, dass diese ihr iPhone spätestens nach drei Jahren gegen ein neues Gerät austauschen. Apple muss dann darauf vorbereitet sein, dem gleichen Kunden ein neues Smartphone zu verkaufen – oder ihn an einen Konkurrenten verlieren. Demzufolge wird das Unternehmen seine Verkaufsstrategie und auch seine Gewinnprognosen an diesen Zahlen ausrichten.

Keine Produkte für die Ewigkeit

Doch so oder so dürfte gelten: Ein Unternehmen, dass darauf baut, dass seine Kunden nach drei oder vier Jahren ohnehin ein neues Produkt kaufen, wird die Lebensdauer dieses Produktes wohl schon aus Kostengründen nicht für die Ewigkeit konzipieren. Und für die Kunden bleibt die Erkenntnis, dass auch ein teures Produkt früher oder später seinen Geist aufgeben wird.

Artikel-Themen

Weitere Artikel zum Thema

close
Bitte Suchbegriff eingeben