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iPhone X: Face ID für Animoji gar nicht notwendig?

Nur das iPhone X kann Animojis erstellen – behauptet zumindest Apple.
Nur das iPhone X kann Animojis erstellen – behauptet zumindest Apple. (©YouTube/9to5Mac 2017)

Die neuen Emojis namens Animojis stehen lediglich Besitzern eines iPhone X zur Verfügung – schließlich verfügt nur das neueste Apple-Smartphone über die sogenannte TrueDepth-Kamera. Ein neues Video enthüllt: Auch ohne Face ID lässt sich ein Animoji erstellen. Was steckt dahinter?

Aufgedeckt wurde dieser Umstand vom Tech-YouTuber Marques Brownlee in seinem Test-Video zum iPhone X, meldet The Next Web. Mitten in der Animoji-Erstellung deckt Brownlee alle Sensoren in der sogenannten Notch (Kerbe) ab – außer der eigentlichen Frontkamera. Mit Erfolg: Die Mimik des YouTubers wird dennoch erfasst und vom Animoji wiedergegeben, als wäre nichts passiert. Würden die neuen Emojis also auch auf dem iPhone 8 oder dem iPhone 7 funktionieren? Vermutlich ja, aber wahrscheinlich nicht mit vergleichbarer Präzision.

Animojis nur für iPhone X: Das steckt dahinter

Der Hintergrund ist folgender: Als Basis für die neuen Animojis dient das mit iOS 11 veröffentlichte ARKit, mit dessen Hilfe Entwickler Augmented-Reality-Anwendungen programmieren können. Die Frontkamera ist demnach in der Lage, zumindest temporär in ausreichender Form eine Gesichtserkennung für Gimmicks wie Animojis zu leisten. Nur: Derzeit hat Apple ARKit für keine iPhone-Frontkamera freigeschaltet – das iPhone X bildet die einzige Ausnahme. Dass Animojis also grundsätzlich auch ohne weitere zahlreiche Sensoren möglich sind, überrascht angesichts der Tatsache nicht, dass Snapchat oder auch Facebook ähnliche Spielereien in ihren Apps ohne spezielle Hardware-Anforderungen ermöglichen, wenn auch nicht ansatzweise so präzise.

Wie The Next Web nach mehreren Anläufen feststellte, macht es kaum oder keinen Unterschied, ob bei der Aufzeichnung von Animojis Sensoren abgedeckt werden oder nicht. Aber: Werden die Face-ID-Sensoren schon vor dem Start abgedeckt, wirken sie etwas langsamer oder gar stotternd. Somit liegt die Vermutung nahe, dass Apple zum Start mithilfe von Face ID eine Tiefenkarte des Gesichts anfertigt, die womöglich in gewissen Abständen aktualisiert wird, dann aber auch von der herkömmlichen Frontkamera abgebildet werden kann. Nicht zuletzt dürfte aber auch der Wunsch nach einem weiteren exklusiven iPhone-X-Feature ausschlaggebend für die Entscheidung der Kalifornier gewesen sein, Animojis nicht auf anderen iPhones zu ermöglichen.

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