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iPhone X: Sinkende Nachfrage macht auch Samsung zu schaffen

Das iPhone X kann nicht genug Kunden überzeugen - zum Leidwesen von Samsung.
Das iPhone X kann nicht genug Kunden überzeugen - zum Leidwesen von Samsung. (©TURN ON 2017)

Nicht nur Apple, sondern auch Samsung hat unter der anscheinend schwachen Nachfrage nach dem iPhone X zu leiden. Weil Apple die Auftragsproduktion für das aktuelle Quartal halbiert hat, könnten die Südkoreaner auf Millionen von OLED-Displays sitzen bleiben.

Wenn es bei Apple nicht läuft, dann ist das auch für Samsung nicht besonders gut. Weil sich das iPhone X anscheinend deutlich schlechter verkauft als zunächst angenommen, hat Apple laut einem Bericht des Wirtschaftsmagazins Nikkei (via 9to5Mac) die Produktion für das aktuelle Quartal (Januar bis März) mittlerweile halbiert. Das ist auch für Samsung ein echtes Problem, da die Südkoreaner bekanntlich Exklusiv-Lieferant für die OLED-Displays des iPhone X sind. Nun droht der Konzern, auf Millionen von Displays sitzen zu bleiben.

Apple hat angeblich die Produktion für das iPhone X halbiert

Ursprünglich hatte Samsung seine OLED-Produktion ordentlich nach oben gefahren, um die Nachfrage von Apple bedienen zu können. Laut Nikkei sollten die Südkoreaner allein im aktuellen Quartal etwa 40 Millionen Displays für Apple fertigen. Nun sieht allerdings alles danach aus, als würde Apple etwa die Hälfte dieser Displays wegen der schwächelnden Verkäufe des iPhone X überhaupt nicht benötigen. Gleichzeitig scheint Samsung aber auch Probleme damit zu haben, einen anderen Abnehmer für die Display-Panels zu finden. Die Nachfrage nach OLED-Screens hat demnach insgesamt nicht so stark angezogen wie vom Unternehmen gehofft.

OLED-Panels sind den meisten Herstellern zu teuer

Vor allem die hohen Preise sind es, die andere Hersteller von OLED-Displays abschrecken. So müssen Smartphone-Hersteller umgerechnet etwa 100 Euro für ein OLED-Panel zahlen, wohingegen ein klassisches LCD-Panel schon für rund die Hälfte dieses Preises zu haben ist. Hinzu kommt laut Nikkei neue Konkurrenz aus China. Display-Fertiger aus dem Reich der Mitte würden demnach zunehmend in die OLED-Produktion einsteigen und die Preise für Samsung drücken.

Berichte, wonach die Nachfrage nach dem iPhone X deutlich geringer ausfällt als erwartet, hatten bereits im Januar die Runde gemacht. Schon damals hieß es, dass Apple die Produktion massiv drosseln könnte. Im Weihnachtsgeschäft hatte der Hersteller hingegen nur leichte Verluste bei den Smartphone-Verkäufen hinnehmen müssen.

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