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iPhone X vorgestellt: Das Smartphone der Zukunft?

Das iPhone X ist das neue Flaggschiff von Apple und soll auch dem neuen iPhone 8 die Show stehlen. Wir haben alle Infos zu Preis, Release, Ausstattung und Features für Dich.

Das ist es also, das nächste große Ding – jedenfalls, wenn es nach Tim Cook geht: Das iPhone X wurde auf der Apple-Keynote am Dienstagabend nach dem iPhone 8 vorgestellt und soll ein neues Smartphone-Zeitalter einleiten. Angekündigt mit den berühmten Worten "One more thing" ist das neue iPhone so etwas wie der große Hoffnungsträger für den Konzern. Doch was kann es eigentlich, dieses iPhone X?

Das neue Design mit OLED-Display

Fangen wir zunächst mal beim Design an, denn das unterscheidet sich sehr deutlich von allen bisherigen iPhone-Modellen. Apple geht hier den Weg von Samsung, LG sowie einigen anderen Herstellern und präsentiert uns ein beinahe randloses Display, das lediglich von einer Kamera-Ausbuchtung am oberen Bildschirmrand unterbrochen wird. Genau genommen bietet das iPhone X oben und unten damit sogar noch weniger Rand als das Samsung Galaxy S8, verzichtet aber auf die gebogenen Ränder an den Seiten. Am ehesten ist das Ganze mit dem kürzlich veröffentlichten Essential Phone zu vergleichen.

Der Screen selbst misst 5,8 Zoll und bietet eine Auflösung von 2436 x 1125 Pixeln. Damit ist die Größe identisch zum Samsung Galaxy S8, die Auflösung fällt jedoch etwas geringer aus. Selbst geschulte Augen dürften allerdings so ihre Probleme haben, den Unterschied bei der Auflösung wahrzunehmen.

Die Rückseite des iPhone X besteht komplett aus Glas und enthält, wie beim iPhone 8 Plus, eine Dual-Kamera. Die Linsen sind allerdings nicht mehr horizontal, sondern vertikal angeordnet und leider gibt es immer noch den unschönen Kamera-Buckel, der alle iPhones seit dem iPhone 6 auszeichnet.

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Das randlose Design orientiert sich an Samsung, LG und Co. (©Apple 2017)

Schneller Prozessor und großer Speicher

Im Inneren des iPhone X werkelt laut Apple der gleiche A11-Bionic-Prozessor, der auch das iPhone 8 antreiben soll. Dieser soll in einigen Situationen um bis zu 70 Prozent schneller arbeiten, als der A10-Chip aus dem iPhone 7. Ob und wie sich diese Performance in der Realität äußert, muss sich erst noch zeigen. Beim internen Speicher sollen 64 GB und 256 GB angeboten werden. Warum es keine Variante mit 128 GB gibt, bleibt das Geheimnis von Apple.

Da dem iPhone X der physische Home-Button fehlt, hat sich Apple ein neues Bedienkonzept für iOS überlegt. Damit Nutzer von jedem Screen zurück zum Hauptbildschirm kommen, müssen sie einmal vom unteren Displayrand nach oben wischen. Das zurückgehen zum vorherigen Screen erfolgt über eine seitliche Wischbewegung am unteren Rand. Wie intuitiv diese Art der Bedienung wirklich ist, lässt sich jetzt nur schwer beurteilen. Hier wird erst ein Praxistest Aufklärung bringen.

Face ID ersetzt Touch ID

Interessant ist auch der neue Mechanismus zum Entsperren. Weil für Touch ID kein Platz mehr ist, und es Apple ebenso wie Samsung nicht geschafft hat, den Fingerabdruckscanner unter dem Display zu verbauen, gibt es diesmal zum Entsperren eine Gesichtserkennung namens Face ID. Diese erfasst mit Hilfe spezieller Kameras das Gesicht des Besitzers und speichert ein digitales Modell davon im Smartphone. Maschinelles Lernen soll anschließend dabei Helfen, den Besitzer zu erkennen und die gemessenen Gesichtsdaten beim Scannen mit den gespeicherten Daten abzugleichen.

Ob Face ID in der Praxis ebenso gut funktioniert wie Touch ID, wird sich erst noch zeigen müssen. Während der Keynote hatte Apple-Manager Craig Federighi zunächst Probleme, den Sensor zum Funktionieren zu bringen – ein seltener Fauxpass während einer Apple-Präsentation. Witzig sind hingegen die Zusatzfeatures, die Face ID ermöglicht. So gibt es nun animierte Emojis, welche die Bewegungen des eigenen Gesichts nachahmen und einen Portrait-Modus für die Frontkamera.

Dual-Kamera und Wireless-Charging

Die Rückkamera ist eine Weiterentwicklung der Kamera, die wir schon aus dem iPhone 7 Plus kennen. Es gibt zwei Sensoren mit jeweils 12 Megapixeln, die jedoch mehr Licht einfangen sollen, als jemals zuvor. Zusätzlich gibt es eine doppelte optische Bildstabilisierung wie im Galaxy Note 8.

Geladen wird das iPhone X auf Wunsch erstmals kabellos über ein Ladepad. Hier setzt Apple auf den offenen Qi-Standard, den auch Samsung verwendet. Dadurch sollte sich das iPhone X theoretisch mit handelsüblichen Ladeschalen aufladen lassen.

 Das iPhone X wird auf Wunsch kabellos geladen. fullscreen
Das iPhone X wird auf Wunsch kabellos geladen. (©TURN ON 2017)

Preis, Vorbestellung und Release

Ob dieses neue iPhone die Kunden begeistern kann, wird sich zeigen müssen. Der Preis ist jedenfalls happig: In Deutschland soll das Smartphone ab 1149 Euro erhältlich sein und wäre damit das mit Abstand teuerste Smartphone auf dem Markt. Vorbestellen lässt sich das Gerät erst ab dem 27. Oktober und der Verkauf soll am 3. November starten. Offenbar hatte Apple also, wie zuvor vermutet, tatsächlich Probleme bei der Produktion.

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