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iTunes könnte Filme zeitgleich mit Kino zeigen

Kinofilme direkt zum Start über den Apple TV streamen? Genau das könnte bald möglich sein.
Kinofilme direkt zum Start über den Apple TV streamen? Genau das könnte bald möglich sein. (©YouTube/Rozetked 2017)

Filme aus dem Kino könnten künftig zeitgleich oder mit etwas Verzögerung über iTunes zum Streamen angeboten werden. Unter Dach und Fach ist ein solches Szenario zwar noch nicht. Doch für den Fall einer Einigung laufe alles auf iTunes als Partner für das neue Premium-Modell hinaus. Der Preis dürfte aber saftig ausfallen.

Ein sogenanntes "Premium Video on Demand"-Modell, kurz PVOD, ist schon länger im Gespräch, jetzt scheint die Vision allmählich greifbarer. Sollten alsbald Kinofilme zeitgleich oder kurze Zeit später bereits online als Stream angeboten werden, dann werde Apples iTunes wohl die Oberhand im Rennen um den Zuschlag haben. Das meldet Business Insider, wo mehrere Quellen aus der Filmindustrie zitiert werden. So sei iTunes die "logische Wahl", meint etwa Senior Box Office Analyst Jeff Bock, "es ist das, was jeder hat".

iTunes mit Vertrauensvorschuss

Ein großer Vorteil von iTunes sei zudem, dass bereits viele Unternehmen mit Apples digitaler Plattform zusammenarbeiteten. Potenzielle Partner für den PVOD-Service würden eher einem Angebot vertrauen, mit dem sie ohnehin schon kooperieren, betonte eine anonyme Quelle gegenüber Business Insider. Der Newcomer-Dienst von Napster-Gründer Sean Parker, Screenings Room, werde hier wohl das Nachsehen haben. Die Plattform, die über finanzkräftige Investoren wie Steven Spielberg oder Peter Jackson verfügt, käme wohl höchstens ebenfalls zum Zug, wenn der Preis stimme.

Die drängenden Fragen: Preis und Kopierschutzmaßnahmen

Unerlässlich für eine Einigung: Die Preisfrage muss ebenso geklärt sein wie die Frage nach den Sicherheitsmaßnahmen – schließlich möchte niemand riskieren, dass ein aktueller Blockbuster gleich nach Kinostart in bester Qualität illegal aus dem Netz geladen werden kann. Screening Room hat die Summe von rund 50 US-Dollar in den Raum geworfen, die unter den Filmstudios, Verleihern und Kinos aufgeteilt werden soll.

Die Filmstudios Fox und Warner Bros. bevorzugen hingegen einen Betrag um die 30 US-Dollar, dafür aber mit einer 30-Tage-Frist. Mit Disney hat sich hingegen schon ein Partner gegen dieses neue Verwertungsmodell ausgesprochen. Das dürfte kaum verwundern: "Star Wars" oder Marvel-Filme haben üblicherweise eine lange Laufzeit in den Lichtspielhäusern dieser Welt.

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