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KaiOS statt Android und iOS: Google setzt auf ein neues Betriebssystem

KaiOS ist ein Betriebssystem für sogenannte Feature-Phones.
KaiOS ist ein Betriebssystem für sogenannte Feature-Phones. (©Getty Images/Medioimages/Photodisc 2018)

Wer kein Smartphone hat, kann Google Maps, YouTube und Co. bislang nicht unterwegs nutzen. Doch das könnte sich bald ändern, denn Google arbeitet daran, seine Apps auch auf sogenannte Feature-Phones zu bringen. 

In der Smartphone-Welt gibt es kaum noch Geräte, auf denen Google nicht mit seinen Diensten zu Hause ist. Während die Apps des Software-Riesen bei Android meist schon ab Werk an Bord sind, gehören Google Maps, Gmail und Chrome auch auf dem iPhone zu den am meisten genutzten Applikationen. Doch das reicht dem Unternehmen offenbar noch nicht. Noch immer gibt es nämlich Millionen von Handys da draußen, die eben keine Smartphones sind. Mittelfristig will sich Google auch auf diesen einnisten, wie TechCrunch berichtet.

Google setzt auf das Betriebssystem KaiOS

Satte 22 Millionen US-Dollar hat Google nun in das Unternehmen KaiOS investiert. Das Start-up betreibt das gleichnamige Betriebssystem, dass insbesondere in Entwicklungsländern weit verbreitet ist. KaiOS sorgt dafür, dass Apps auch auf sogenannten Feature-Phones laufen – also Handys, die keine Smartphones im eigentlichen Sinn sind, aber trotzdem über Zugang zum mobilen Internet verfügen.

Google will in ganz neue Märkte vordringen

In Zukunft sollen durch die Investition auch Google-Dienste wie Maps, YouTube oder der Assistant für Feature Phones verfügbar werden und damit einen völlig neuen Markt erschließen. Dieser Markt sollte keineswegs unterschätzt werden, denn allein im Milliarden-Land Indien soll KaiOS mehr Nutzer haben als beispielsweise Apples iOS. Laut TechCrunch soll der weltweite Markt für Feature-Phones aktuell sogar schneller wachsen, als der für Smartphones.

Mit seiner Strategie zeigt sich Google einmal mehr pragmatisch und folgt weiterhin der etablierten Strategie, seine Dienste zu den Nutzern zu bringen und nicht darauf zu hoffen, dass die Nutzer zu ihnen zu kommen.

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