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Kartellamt: Facebook darf Nutzerdaten nicht mehr zusammenführen

Das Bundeskartellamt schränkt Facebook beim Sammeln von Nutzerdaten ein.
Das Bundeskartellamt schränkt Facebook beim Sammeln von Nutzerdaten ein.

Facebook sammelt fleißig Nutzerdaten – auch in dazugehörigen Apps wie Instagram und WhatsApp oder über den Like-Button auf Drittseiten. Künftig dürfe das Netzwerk diese Daten nicht mehr zusammenführen, entschied das Bundeskartellamt. Dagegen will Facebook nun vor Gericht ziehen.

Das Bundeskartellamt schränkt Facebook beim Sammeln von Nutzerdaten ein. Zwar dürfe die Plattform weiterhin Daten erheben – auch über zugehörige Apps wie Instagram und WhatsApp sowie über den Like-Button auf anderen Webseiten. Allerdings dürfe sie diese Daten nicht mehr ohne ausdrückliche Zustimmung der Nutzer zusammenführen, berichtet unter anderem die Süddeutsche Zeitung. Das Netzwerk ist nun dazu aufgerufen, innerhalb von vier Monaten Lösungsvorschläge zu unterbreiten.

Facebook will Beschwerde einlegen

Das Bundeskartellamt ist der Meinung, dass die Praxis, Nutzerdaten aus verschiedenen Quellen zusammenzuführen, maßgeblich dazu beigetragen habe, dass Facebook so mächtig geworden sei. Das Unternehmen selbst sieht das anders und wirft dem Kartellamt vor, die Konkurrenz zu unterschätzen. Facebook führt in einer ersten Stellungnahme Apps wie YouTube, Snapchat und Twitter an, die ebenfalls um die Aufmerksamkeit der Nutzer buhlen würden. Für das Bundeskartellamt ist dieser Vergleich nichtig, da die genannten Apps nur einen Teil der Leistungen Facebooks anbieten würden.

Das soziale Netzwerk kündigte bereits an, gegen die Entscheidung des Kartellamtes vorzugehen. Auch weil es sich dem Unternehmen zufolge um eine Sache des Datenschutzes und nicht des Wettbewerbsrechtes handeln würde. Das Bundeskartellamt sei demnach gar nicht zuständig. Im Falle Facebooks (mit seinem Sitz in Dublin) sei dies die irische Datenschutzbehörde. Zudem halte man sich an die neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).

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