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Kaspersky: Im Jahr 2015 Smartphone-Viren verdreifacht

Auch auf Smartphones gewinnen Viren immer mehr an Bedeutung.
Auch auf Smartphones gewinnen Viren immer mehr an Bedeutung. (©CC: Flickr/Yuri Samoilov 2016)

Im Jahr 2015 hat sich die Zahl der Smartphone-Viren verdreifacht. Diese beunruhigende Zahl stammt von der Anti-Virus-Firma Kaspersky.Die schlimmste Bedrohung für Smartphone-Besitzer war dabei Ransomware, die die Daten des Gerätes unlesbar verschlüsselt.

Im aktuellen Sicherheitsreport der Anti-Virus-Firma Kaspersky wird 2015 als Jahr der Ransomware bezeichnet. Diese Software blockiert das Smartphone mit Pop-up-Bildschirmen und bezichtigt den Besitzer, dass dieser illegale Dinge getan haben soll. Um sein Gerät wieder zu entsperren, soll der betroffene Smartphone-Besitzer Beiträge zwischen 12 und 100 US-Dollar berappen, schreibt die Times of India.

Deutschland mit der Spitze der attackierten Länder

Die Zahl der Nutzer, die sich mit dieser Art von Viren konfrontiert sah, stieg von 2014 bis 2015 laut Kaspersky von 1,1 auf 3,8 Prozent der Nutzer von Produkten des Unternehmens. Angriffe wurden in 156 Ländern der Welt registriert, darunter Russland, Deutschland und Kasachstan mit den meisten Vorfällen. Der Virus mit dem Namen "Small.o" war dabei der am meisten entdeckte Smartphone-Schädling.

Die Zahl der Ransomware-Programme hat sich dabei mehr als verdreifacht, was klar darauf hindeutet, dass diese Art des Cyber-Betrugs eine einträgliche Einnahmequelle sein dürfte. Im Jahr 2016 wird ein weiterer Anstieg der Bedrohungen prognostiziert. Gleichzeitig nimmt vermutlich die Komplexität und die internationale Verbreitung der Programme ebenfalls weiter zu.

Auch bei den Trojanern gibt es einen deutlichen Anstieg: Etwa die Hälfte dieser Übeltäter waren Schadprogramme, die unerwünschte Werbung aufs Display brachten. Am weitesten verbreitet waren dabei Fadeb, Leech, Rootnik, Gorpro und Ztorg Trojaner. Die Methoden diese nervigen Programme zu verbreiten sind vielfältig: Web-Banner, gefälschte Spiele oder auch Apps aus dem jeweiligen Store. Manche dieser Programme verschaffen sich sogar Zugriff auf die Grundeinstellungen des Geräts und können diese auch verändern, ohne dass der Besitzer dies sofort merkt.

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