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Kein Dislike-Button für Facebook: Es sind doch nur Emojis

Neben dem Like-Button stehen nun auch sechs Emojis als Reaktion auf Beiträge zur Auswahl.
Neben dem Like-Button stehen nun auch sechs Emojis als Reaktion auf Beiträge zur Auswahl. (©Facebook/Mark Zuckerberg 2015)

Lange forderten Nutzer einen Dislike-Button für Facebook – nun bekommen sie: Emojis. Damit erhalten User sechs weitere Möglichkeiten, auf Beiträge zu reagieren. In der Testphase stehen die sogenannten Facebook Reactions allerdings nur in zwei Ländern zur Auswahl: in Spanien und Irland.

Irland hat am Donnerstagabend nicht nur die deutsche Fußball-Nationalmannschaft geschlagen. Die grüne Insel kommt gemeinsam mit Spanien auch als Erstes in den Genuss der neuen Facebook Reactions. Diese sechs Emojis sind Mark Zuckerbergs Antwort auf die lautstarken Forderungen nach einem Dislike-Button für Facebook. Damit will das soziale Netzwerk seinen Mitgliedern neue Möglichkeiten geben, ihrer Empathie Ausdruck zu verleihen. Denn nicht bei jedem Beitrag scheint ein "Gefällt mir" angebracht.

Facebook Reactions starten in Irland und Spanien

Facebook Reactions starten ab sofort mit einer Testphase in Irland und Spanien. Das kündigte das Unternehmen am Donnerstag unter anderem in einer Pressemitteilung an. Auch Mark Zuckerberg stellte die neuen Emojis auf seiner Facebook-Seite vor und erklärte, warum man sich für die Emoticons als Alternative zum immer wieder geforderten Dislike-Button entschieden habe. Mit den Reactions bekommen Nutzer mehr Ausdrucksmöglichkeiten, gleichzeitig wird aber der respektvolle Umgang gewahrt. Schon in der Vergangenheit erteilte der Facebook-Gründer dem Dislike-Button regelmäßig eine Absage, aus Angst, dieser würde zu Mobbing und ähnlich despektierlichem Verhalten führen.

Emojis wirken sich auf News Feed aus

Während der Testphase will das soziale Netzwerk aus der Vergabe der Reaktionen lernen und den Newsfeed entsprechend gestalten. Dabei werden die Emojis zunächst wie ein Like behandelt. Reagiert ein Nutzer auf einen Post, geht Facebook davon aus, dass er mehr Beiträge dieser Art sehen möchte. Auch Werbeanzeigen werden auf Basis solcher Daten gezielt an Mitglieder ausgespielt. Nicht nur Facebook, sondern auch Unternehmen und Publisher, die in dem Netzwerk aktiv sind, können daher aus der Testphase lernen, bevor die Emoji-Flut bald die gesamte Facebook-Welt erfasst.

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