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Keine Updates: Eine Milliarde Android-Smartphones anfällig für Malware

Ältere Android-Handys sind für Hacker-Angriffe anfälliger.
Ältere Android-Handys sind für Hacker-Angriffe anfälliger. Bild: © Adobe Stock/Marcos Silva 2019

Rund 40 Prozent der aktiv genutzten Android-Handys sind anfällig für Malware. Weltweit erhalten eine Milliarde Geräte nämlich keine Sicherheitsupdates mehr. Das liegt daran, dass eine veraltete Android-Version auf den Smartphones läuft und die Hersteller nicht so lange Updates bereitstellen, wie es etwa iPhone-Nutzer von Apple gewohnt sind.

Die anfälligen Android-Geräte werden im Regelfall wie gewohnt funktionieren und sich keine Malware einfangen. Allerdings sind sie einem höheren Risiko ausgesetzt, wie Which? mit Bezug auf Google-Daten schreibt. Während iPhones für ungefähr fünf Jahre Updates erhalten und Windows 10 nach aktuellem Stand für immer, sieht die Lage bei Android weitaus schlechter aus. Flaggschiffe bekommen meist drei Jahre lang Sicherheitsupdates, bei der Einsteiger- und Mittelklasse ist die Versorgung noch schlechter.

Alte Android-Handys bekommen keine Sicherheitsupdates

Mit den vergangenen paar Android-Updates hat Google zunehmend den Fokus auf Sicherheit und Datenschutz gelegt. Über 40 Prozent der weltweiten Nutzer eines Android-Smartphones nutzen allerdings noch ein Gerät mit Version 6.0 Marshmallow oder älter. Bereits im Jahr 2019 wurden keine Sicherheitsupdates mehr für Version 7.0 Nougat oder älter ausgeliefert. Konkret sind die Geräte unter anderem durch die Malware BlueFrag, Joker, Stagefright und durch Cryptomining-Schadsoftware bedroht.

Dank Bluefrag können Angreifer in Bluetooth-Reichweite ein Smartphone hacken, um Daten abzugreifen und Malware zu installieren. Joker kann in den Play Store gelangen und täuscht dem Nutzer vor, eine legitime App herunterzuladen. Tatsächlich wird die Schadsoftware installiert, die über die Handyrechnung Geld abbucht. Stagefright verschickt via MMS Musik oder Videos, die einem Hacker die komplette Kontrolle über das Smartphone erlauben. Schließlich können die Smartphones zum Mining einer Kryptowährung missbraucht werden.

Betroffene sollten besonders vorsichtig sein

Die Betroffenen sollten besonders darauf achten, was sie herunterladen. Sie sollten keine Apps aus unbekannten Quellen installieren, das können sie in den Android-Einstellungen deaktivieren. Auch ist besondere Vorsicht bei Phising via Mail, SMS oder MMS geboten. Die Nutzer sollten ein Backup ihrer Daten anlegen und eine gute Antiviren-App installieren.

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