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Keyboard-App für iOS: Google mogelt sich bei Apple rein

Google will sich mit einer Tastatur-App bei Apple reinmogeln.
Google will sich mit einer Tastatur-App bei Apple reinmogeln. (©CC: Flickr/Robert Scoble 2016)

Google arbeitet an einer Keyboard-App für iOS-Geräte, um dadurch die Suchmaschine auch auf Apple-Produkten mehr in den Mittelpunkt zu rücken. Auf der Tastatur, die seit einigen Monaten entwickelt wird, sollen diverse Suchmöglichkeiten für Google fest eingebaut sein.

Wann und auch ob die Google-Tastatur für iOS-Geräte erscheinen wird, ist völlig unklar, schreibt The Verge. Dass aber Google mit seinem Keyboard versucht, sich in die ziemlich abgeschottete Welt der Produkte von Apple zu mogeln und dort mehr Nutzer für seine Suchmaschine gewinnen will, steht als Motiv für die Entwicklung der Keyboard-App glasklar fest.

Tastatur-App von Google bringt neue Funktionen

Dazu wird das neue virtuelle Tastenbrett des Suchmaschinenriesen eine Reihe von Funktionen besitzen, die die App von der Standardtastatur auf iOS deutlich unterscheiden. So soll die Google-App wie auch die Android-Version das gestenbasierte Tippen beherrschen. Das bedeutet: Man kann seinen Finger über die Tasten von einem Buchstaben zum nächsten wischen und die App errät dann das zu tippende Wort.

Und wenn man auf das Google-Logo tippt, lässt sich die traditionelle Websuche aufrufen. Es sieht so aus, als würde es spezielle Schaltflächen für Bilder- und GIF-Suchen geben, die beide von der Bildersuche bei Google mit Material versorgt werden. Auch rein optisch unterscheidet sich das Google-Keyboard für iOS leicht vom Android-Standard.

Zahl der Google-Suchen auf iOS soll steigen

Die Tastatur, die bei den Google-Beschäftigten seit einigen Monaten in Umlauf ist, soll die Zahl der Google-Suchen auf iOS-Geräten massiv steigern. Google hat zwar ein Monopol auf die weltweite Web-Suche, aber auf Mobilgeräten ist das weit weniger einträglich und wirft deutlich geringeren Profit ab als im Desktop-Sektor. Auf dem Smartphone muss niemand nach "Facebook" oder "Gmail" suchen – man startet einfach die entsprechende App und bekommt dann eben keine bezahlten Anzeigen präsentiert, mit denen Google sein Geld verdient.

Ob das Konzept mit der Tastatur-App für Google funktioniert und ob die Apple-User Lust auf die Möglichkeiten des Keyboards haben, wird man sehen müssen. Bislang war es so, dass Keyboard-Apps von Drittanbietern auf iOS häufig eher suboptimal waren, zumal man eben ständig hin- und herschalten muss, wenn man mehrere Keyboards auf seinem Mobilgerät laufen hat. Google muss also ein gutes Produkt hinlegen – aber wer, wenn nicht der Such-Riese sollte dazu auch in der Lage sein?

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