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Kim Dotcom bringt Apple Music-Rivalen Baboom an den Start

Baboom nimmt es mit Spotify, Apple Music und Co. auf.
Baboom nimmt es mit Spotify, Apple Music und Co. auf. (©YouTube/ Baboom 2015)

Der von Kim Dotcom ins Leben gerufene Musikstreaming-Dienst Baboom ist da. Der Anbieter möchte eine faire Alternative zu Spotify, Apple Music und Co. bieten und Künstler zu 90 Prozent an den Einnahmen beteiligen.

Und noch ein Streaming-Dienst: Neben Spotify, Deezer, Apple Music und Co. möchte nun auch der am Montag gestartete Anbieter Baboom ein Stück vom Kuchen abhaben. Angekündigt wurde Baboom ursprünglich bereits 2011 vom Megaupload-Gründer Kim Dotcom. Dieser hatte sich nach eigenen Angaben jedoch im Herbst 2014 von dem Projekt zurückgezogen.

Faires Geschäftsmodell für Künstler

Anders als die Konkurrenz möchte Baboom ein Geschäftsmodell anbieten, das vor allem die Musiker selbst und weniger die Musiklabels begünstigen soll. 90 Prozent der Einnahmen sollen demnach direkt an die Musiker gehen. Einer der Hauptkritikpunkte an Diensten wie Spotify und Apple Music ist, dass die Musiker selbst an den daraus erzielten Einnahmen nur in sehr geringem Maße beteiligt sein sollen.

Für den Kunden funktioniert Baboom ganz ähnlich wie Spotify. So steht neben dem Premium-Account für 10 US-Dollar (umgerechnet derzeit knapp 6,70 Euro) im Monat auch ein kostenloses Standard-Angebot zur Verfügung. Die kostenlose Variante ist werbefinanziert und bietet Nutzern die Möglichkeit, eigene Song-Kollektionen mit bis zu 100 Titeln zusammenzustellen. Zusätzlich können Songs bei Baboom einzeln als Download erworben werden. Dabei ist es dem Nutzer selbst überlassen, was dieser dafür zahlt. So gibt es zwar einen Grundpreis, der jedoch auch überboten werden kann.

Vor allem für Independent-Musiker attraktiv

Bislang sind auf der Plattform vor allem Indedependent-Künstler vertreten, da sich größere Plattenlabels gegen das Geschäftsmodell sträuben dürften. Als echte Konkurrenz zu den etablierten Anbietern ist Baboom deshalb eher nicht zu sehen. Allerdings könnte der Dienst mit seinem Modell vielleicht auch Kundenschichten vom Musik-Streaming überzeugen, die dieser Form der Musikvermarktung bislang eher kritisch gegenüberstanden. Genutzt werden kann das Angebot übrigens im Webbrowser sowie via App für Android und iOS.

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