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Apple wegen Notch beim iPhone X verklagt

Apple muss sich in den USA für falsch angegebene Displaygrößen vor dem Gericht verantworten.
Apple muss sich in den USA für falsch angegebene Displaygrößen vor dem Gericht verantworten.
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Aufgrund falscher Angaben zur Displaygröße der iPhone-Modelle X, XS und XS Max landet Apple mal wieder vor Gericht. Die Kläger beschuldigen das Unternehmen, bei den Angaben zu Größe und Pixelzahl der Bildschirme gelogen zu haben.

In der am Freitag in den USA eingereichten Klage geht es hauptsächlich um gebrochene Werbeversprechen. Konkret dreht sich das Verfahren um Display-Abmessungen und die Anzahl der Pixel. So soll sich beispielsweise die angegebene Auflösung des iPhone X um 120 Pixel von der tatsächlichen Auflösung unterscheiden. Neben diesem Punkt beanstanden die Kläger aber noch weitere falsche Angaben, wie GSMArena berichtet.

Werbeslogan "It's all screen" ist technisch nicht korrekt

Erster Punkt der Klage ist Apples Werbeslogan "It's all screen", der laut Anklagepunkt gar nicht stimmen kann, da die iPhone-Modelle offensichtlich einen Rand und eine Notch besitzen. Für das iPhone X gibt Apple weiterhin eine Auflösung von 2436 x 1125 Pixeln an, verschweigt aber, dass die Notch und die abgerundeten Ecken ungefähr 120 Pixel einnehmen. Die Abmessungen des rechteckigen Bildschirmbereichs, der aktiv von Apps genutzt werden kann, sollen sich angeblich sogar um 10 Prozent von der angegebenen Anzahl unterscheiden.

Daraus resultierend sei auch die Display-Diagonale von 5,8 Zoll nicht mehr korrekt. Die tatsächliche Diagonale soll nur 5,6 Zoll betragen. Schließlich wird auch noch die Aussage angegriffen, dass die Auflösung des iPhone X größer sei als die des iPhone 8 Plus. Hier wird es jetzt technisch:

Die Pixel des OLED-Displays des iPhone X seien "falsche" Pixel und bestünden jeweils nur aus zwei Subpixeln. Die Pixel eines iPhones mit LCD-Display bestünden dagegen aus drei Subpixeln. Das iPhone X hat demnach nur 5.481.000 Subpixel im Vergleich zu den 6.220.800 Subpixeln des iPhone 8 Plus und somit eine geringere Auflösung.

Haarspalterei oder ernstzunehmende Täuschungen?

Einige Punkte, wie der Werbeslogan und das Zählen der Subpixel können wohl getrost als Haarspalterei abgetan werden, bei denen Apple wahrscheinlich kaum Konsequenzen zu befürchten hat. Abweichungen von 10 Prozent bei der Anzahl der Pixel und eine falsche Bildschirmdiagonale dürften das Unternehmen aber angreifbar machen. Wie sich der Fall weiter entwickelt, bleibt abzuwarten.

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