Krass: Nvidia-KI kann jetzt lebensechte Spielegrafik rendern

Patrick Schulze Fragt sich, wann VR-Brillen endlich so massentauglich werden wie in "Ready Player One".

Nvidia hat eine KI programmiert, die eigenständig Szenen in Spielegrafik anhand von echten Videoaufnahmen rendern kann. Dank Bilderkennung baut die Software die Umgebung und Objekte als 3D-Modelle nach.

Nvidia ist nicht nur der weltgrößte Hersteller von Grafikkarten, sondern auch eines der führenden Unternehmen bei der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz zur Bilderkennung und -Bearbeitung. Die gebündelte Expertise aus beiden Bereichen hat das Unternehmen nun genutzt, um mit Hilfe einer KI lebensechte Gameplay-Grafik anhand echter Videoaufnahmen zu erzeugen. Die Ergebnisse dieser Arbeit hat das Unternehmen in dieser Woche in einem kurzen Video präsentiert.

Nvidia's KI baut eine Straße in Spiele-Grafik nach

Für die technische Umsetzung nutze Nvidia seine sogenannten GAN (Generative Adversarial Networks)-Netzwerke in Kombination mit der bekannten Unreal-Engine. Die Forscher von Nvidia fütterten die Netzwerke mit echten Aufnahmen von Straßenszenen, die aus einem fahrenden Auto heraus gefilmt wurden. Dank Szenen- und Bilderkennung war die Software in der Lage, die Umgebung mithilfe der Unreal-Engine als 3D-Modell nachzubauen.

Die KI arbeitet weitgehend automatisiert. Das finale Ergebnis kann aber nachträglich natürlich noch bearbeitet und angepasst werden. Tatsächlich könnte diese Technik in Zukunft in zahlreichen Bereichen zum Einsatz kommen. Videospiele sind selbstverständlich nur ein Bereich. Vor allem im Bereich autonomer Fahrzeuge könnte die Technik zur Bilderkennung in Zukunft eine entscheidende Rolle spielen. Immerhin sollen selbstfahrende Autos irgendwann in der Lage sein, ihre Umgebung in Echtzeit möglichst genau zu erkennen.

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