Künstliche Intelligenz soll Windows-Updates weniger nervig machen

Mit Hilfe von maschinellem Lernen soll Windows 10 einen passenden Update-Zeitraum finden.
Mit Hilfe von maschinellem Lernen soll Windows 10 einen passenden Update-Zeitraum finden. (©Microsoft 2018)
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Eine KI soll zukünftig einen möglichst geeigneten Zeitpunkt für die Updates für Windows 10 bestimmen. Microsoft reagiert so auf Beschwerden von Nutzern, die zu ungelegenen Zeiten eine Windows-Aktualisierung über sich ergehen lassen mussten.

Windows 10 führt bald maschinelles Lernen für die automatischen Updates des Betriebssystems ein. Eine KI analysiert dann das Nutzerverhalten, um einen geeigneten Zeitpunkt für die Updates zu finden. "Mussten Sie schon einmal Ihre Arbeit unterbrechen oder warten, bis der PC neu startet, weil das Gerät zur falschen Zeit ein Update durchgeführt hat?" Das fragt Microsoft in einem Blogeintrag zur neuen Software, die Windows-Insider gerade testen dürfen. Maschinelles Lernen soll es richten.

Keine Updates mehr während der Kaffeepause

Laut Entwickler führten Tests mit internen Geräten zu vielversprechenden Resultaten. Bevor Microsoft die KI auf die breite Masse loslässt, dürfen nun Teilnehmer am Insider-Programm ran, um die Versionen Build 17723 und Build 18204 zu testen. "Wir werden nicht nur prüfen, ob Sie gerade Ihr Gerät verwenden, bevor wir einen Neustart durchführen, sondern wir werden auch eine Voraussage versuchen, ob Sie das Gerät nur kurz für eine Tasse Kaffee verlassen haben und kurz darauf zurückkehren möchten", so Dona Sarkar, die das Windows-Insider-Programm leitet.

Maschinelles Lernen kommt mit dem Redstone-5-Update

Normale Windows-Benutzer bekommen die KI mit dem Redstone-5-Update im Herbst spendiert. An den Zwangs-Updates wird Microsoft grundsätzlich festhalten, da viele Nutzer sonst kritische Sicherheitsupdates nicht installieren würden, wie Gizmodo schreibt. Die Zwangsupdates haben andererseits in seltenen Fällen schon Computer beschädigt oder wurden Nutzern, die sie explizit ablehnten, aufgenötigt. Allerdings lassen sich Windows-Updates mit entsprechenden Tricks und Tools auch deaktivieren und abbrechen.

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