News

Lenovo & Intel bauen Deutschlands stärksten Supercomputer

In Garching bei München entsteht der stärkste Computer Deutschlands.
In Garching bei München entsteht der stärkste Computer Deutschlands. (©picture alliance / dpa 2017)

Der stärkste Rechner Deutschlands soll bald in Garching bei München stehen. Mit 300.000 Rechenkernen soll der Supercomputer namens SuperMUC-NG von Lenovo und Intel eine Gesamtleistung von 26,7 Petaflops erreichen.

Am Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in Garching bei München entsteht derzeit ein Computer der absoluten Superlative: In den kommenden Monaten wollen der PC-Hersteller Lenovo und der Chip-Riese Intel dort den bislang leistungsfähigsten Rechner Deutschlands bauen. Das Ungetüm, das auf den Namen SuperMUC-NG (Next Generation) hört, soll den Forschern bei hochkomplexen Berechnungen und Versuchen helfen, wie die Akademie in einer Pressemitteilung bekannt gab.

300.000 Rechenkerne und über 70.000 Terabyte Speicher

Bei den technischen Leistungsdaten des SuperMUC-NG dürfte jedem PC-Junkie das Wasser im Mund zusammenlaufen. Das System besteht aus insgesamt 6400 Lenovo-Rechenknoten mit leistungsfähigen Intel-Xeon-Prozessoren und verfügt insgesamt über sage und schreibe 300.000 Rechenkerne. Unterstützt werden diese Prozessoren von 700 Terabyte Hauptspeicher und weiteren 70 Petabyte (das entspricht 70.000 Terabyte) an Festplattenspeicher.

Die Gesamtleistung des Systems gibt das Leibniz-Rechenzentrum mit 26,7 Petaflops an (umgerechnet 26.700 Teraflops), womit es sich beim SuperMUC-NG um den derzeit sechststärksten Computer der Welt handeln wird. Der 2012 gebaute Vorgänger SuperMUC erreicht hingegen gerade mal eine Leistung von 6,8 Petaflops. Als Betriebssystem kommt wie bei den meisten Super-Computern eine spezielle Version von Linux zum Einsatz.

Als Gaming-PC zu teuer

Wer sich nun fragt, wie sich der SuperMUC-NG beispielsweise als Gaming- oder Multimedia-Rechner im eigenen Wohnzimmer schlagen würde, dürfte angesichts des Preises ziemlich abgeschreckt werden. Satte 96 Millionen Euro werden für das Projekt insgesamt veranschlagt. Darin sind Kosten für Wartung und Personal über einen Zeitraum von sechs Jahren aber schon enthalten.

Artikel-Themen
close
Bitte Suchbegriff eingeben