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Lenovo stellt modulares Moto Z ohne Kopfhöreranschluss vor

Das Moto Z kommt mit verschiedenen Modulen daher.
Das Moto Z kommt mit verschiedenen Modulen daher. (©Lenovo 2016)

Guten Morgen, iPhone 7! Mit Moto Z und Moto Z Force stellt Lenovo zwei der ungewöhnlichsten Smartphones aller Zeiten vor, die dem kommenden Apple-Flaggschiff in gewisser Weise jetzt schon die Show stehlen. Beide sind ultradünn, modular aufgebaut und verzichten auf den Kopfhöreranschluss.

Das Moto X ist tot, es lebe das Moto Z. Lenovo baut das Produkt-Line-up der ehemaligen Motorola-Marke um und stellt mit dem Moto Z und dem Moto Z Force zwei brandneue Flaggschiffe vor – und die haben es wirklich in sich. Denn genau wie beim LG G5 handelt es sich auch bei den Modellen der Z-Serie um modulare Smartphones, die sich mit allerlei Aufsätzen erweitern lassen.

Unspektakuläre Front...

Dabei machen Moto Z und Moto Z Force auf den ersten Blick einen ziemlich unspektakulären Eindruck. Von vorn sehen beide fast genauso aus wie das gerade erst von uns getestete Moto G4 Plus. Auch das Display hat mit 5,5 Zoll die gleichen Maße, kommt aber in diesem Falle mit AMOLED-Technologie und mit einer Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln daher. Unter dem Screen befindet sich der rechteckige Fingerabdrucksensor, den wir in der gleichen Form schon vom Moto G4 Plus kennen.

...trifft auf spektakuläre Rückseite

Recht ungewöhnlich wirkt dann jedoch die Rückseite, die über einen sehr weit herausstehenden Buckel für die große und runde 13-Megapixel-Kamera verfügt. Optisch eine mutige Entscheidung, die sicherlich nicht jedem gefallen dürfte. Der Grund, warum die Kamera so weit aus dem Gehäuse herausragt, ist jedoch schnell gefunden: Das Moto Z ist mit einer Dicke von gerade einmal 5,2 Millimetern nämlich das mit Abstand dünnste Flaggschiff-Smartphone, das bislang angekündigt wurde. Das Moto Z Force fällt ein wenig dicker aus.

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Die Kamera wirkt ungewöhnlich. (©Lenovo 2016)

Technisch absolut auf Flaggschiff-Niveau

Im Inneren von Moto Z und Moto Z Force werkelt ein Snapdragon 820, der von 4 GB RAM an Arbeitsspeicher unterstützt wird. Für den internen Speicher wird Lenovo zwei Varianten mit 32 und 64 GB anbieten, beide werden sich jedoch durch microSD-Karten erweitern lassen. Unterschiede zwischen dem Z und dem Z Force gibt es bei der Hauptkamera. Während das normale Modell nur einen 13-Megapixel-Sensor bietet, kommt das Force mit 21 Megapixeln daher. Beide besitzen einen optischen Bildstabilisator und Laser-Autofokus. Auch beim Akku gibt es einen Unterschied zwischen 2600 mAh beim Moto Z und 3500 mAh beim Moto Z Force. Wie schon das Moto X Force besitzt zudem auch das Z Force ein nahezu bruchsicheres Display.

Moto Mods: Module für die Rückseite

Die eigentliche Besonderheit beider Geräte ist jedoch ein neuer Anschluss auf der Rückseite, der ein wenig an den Smart Connector vom iPad Pro erinnert. Dieser dient zum Andocken zusätzlicher Module, die direkt wie ein Schutzcover auf die Rückseite der Smartphones gesetzt werden. Dadurch erklärt sich dann auch das extrem dünne Grundgehäuse, denn durch die Zusatzmodule mit dem Namen Moto Mods gewinnen Moto Z und Moto Z Force noch einmal ordentlich an Dicke. Vorgestellt hat der Hersteller bislang ein Soundmodul von JBL, welches das Moto Z im wahrsten Sinne des Wortes in einen Mini-Lautsprecher verwandelt, ein Projektor-Modul und ein Akku-Modul. Zusätzlich wird es ein offenes Entwicklerkit geben, mit dem Dritthersteller und Hobby-Entwickler ihre eigenen Module entwerfen können.

Kein Kopfhöreranschluss wie beim iPhone 7?

Als ob das alles nicht schon spektakulär genug wäre, fällt bei Moto Z und Moto Z Force jedoch noch ein weiteres Detail auf, das sicherlich für Diskussionen sorgen dürfte. Beide Geräte verfügen nämlich nicht über einen 3,5 Millimeter-Kopfhöreranschluss und sind damit ganz offiziell die ersten Smartphones für den deutschen Markt, denen diese Schnittstelle fehlt. Interessant ist das auch deshalb, weil der Wegfall des Kopfhöreranschlusses bislang nur für das iPhone 7 vorausgesagt wurde. Sollte es tatsächlich so kommen, bliebe für Apple dann nur noch die zweite Geige.

Release feiern sollen Moto Z und Moto Z Force hierzulande übrigens ab September. Wir tippen daher ganz stark auf eine Präsentation im Rahmen der IFA 2016.

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