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MacBook 2015: Alle Infos zum Release und erste Tests

Das MacBook 2015: Superflach, superleicht, aber die ersten Tests zeigen neben Licht auch Schatten.
Das MacBook 2015: Superflach, superleicht, aber die ersten Tests zeigen neben Licht auch Schatten. (©picture alliance / AP Photo 2015)

Nicht nur die Apple Watch kann ab sofort vorbestellt werden, der 10. April ist auch das Release-Datum für das neue MacBook. Das superdünne Gerät des Modelljahrgangs 2015 hat in den letzten Wochen bereits einige Tests hinter sich gebracht, die insgesamt ein gemischtes Urteil ergeben. Neben viel Lob gibt es auch durchaus ernsthafte Kritik.

Einige Fakten zum Gerät: Das MacBook 2015 wiegt nur 910 Gramm und ist gerade einmal 13,1 Millimeter dick – für ein Notebook ist das wirklich sehr, sehr dünn. Das Aluminiumgehäuse des lüfterlosen neuen MacBooks ist in drei Ausführungen erhältlich: in Gold, Silber und Spacegrau. Neben dem kombinierten Audio-Port verfügt der Flachmann lediglich über einen USB-C-Anschluss im Micro-Format – wofür Apple-Nutzer aber keine passende Peripherie haben, weshalb Adapter-Irrsinn vorprogrammiert ist.

Man kann für 70 Euro einen Dongle kaufen, an den sich unter anderem normale USB-Geräte anschließen lassen. Aber erstens verursacht das Kosten und zweitens sind derartige Dongles auch "leicht flüchtig" und werden gerne ausgeliehen, aber ungern zurückgegeben. Stichwort kaufen: Wer sich ein MacBook anschaffen will, zahlt dafür je nach Modell 1449 oder 1799 Euro.

Gute Aussichten: Display hat Retina-Qualität

Das 12-Zoll-Display verfügt über eine Auflösung von 2304 x 1440 Pixeln und bietet damit wesentlich mehr Bildpunkte als die bislang erhältlichen MacBook Air-Modelle, die über 1600 x 900 Pixel nicht hinauskamen. Die Marketingstrategie des "Retina-Displays" ist damit nun auch in diesem Segment der superleichten MacBooks angekommen.

Als Prozessoren verbaut Apple zum einen den Intel Core M-5Y51, der mit 1,1 GHz Basistakt und maximal 2,6 GHz TurboBoost arbeitet. In der schnelleren Variante des MacBooks kommt dagegen der Intel Core M-5Y71 zum Einsatz. Er liefert 1,2 GHz Basistakt und maximal 2,9 GHz per TurboBoost. Beide Rechenkerne sollen sich während des Betriebs weniger aufheizen, was gut für die Akkulaufzeit ist. Aber: In Sachen Leistung sind diese CPUs auch definitiv schwächer als vergleichbare Prozessoren. Im MacBook sind je nach Modell entweder 256 oder 512 GB Flash-Speicher vorhanden, und beide Modelle haben 8 GB Abeitsspeicher.

Tester sind gespalten: Display hui, Leistung pfui

Die ersten Stimmen der Tester sind gespalten: Definitiv gut kommen das neue Display, die Tastatur und das Touchpad an. Letzteres ist nicht klickbar, sondern simuliert und reagiert per Lautsprecher auf die Finger-Aktionen des Nutzers. Die Tastatur ist mit den breiten Tasten und einem guten Hub auch für Menschen geeignet, die ohne Klavierspieler-Hände durchs Leben kommen müssen.

Kein Lob dagegen gibt’s für die schwachen Prozessoren. Bei Dana Wollmann von Engadget etwa fällt das Gerät im Benchmark-Test ziemlich durch: Rund 40 Prozent liegt das MacBook unter den Werten, die für das MacBook Air gemessen wurden. Und auch in Sachen Akkulaufzeit ist den Apple-Ingenieuren der ganz große Wurf nicht gelungen. Dieter Bohn von The Verge schaffte es zwar, acht Stunden mit dem Gerät zu surfen, in anderen Tests ging der Batterie aber auch schon schneller die Puste aus. Nach nur etwa sieben Stunden musste das Apple-Gerät zurück an die Steckdose.

Ärgerlich: Adapter-Salat nervt zunächst

Regelrecht genervt waren alle Tester vom Adapter-Salat, den der neue USB-Anschluss verursacht. Da es nur diesen einen einzigen Anschluss gibt, über den alles läuft – aufladen, externen Speicher oder iPhone anschließen – entsteht hier zwangsläufig ein Flaschenhals. Der wird zwar mit der Zeit verschwinden, zumal es eben kein spezieller Apple-Anschluss ist, aber erstmal stimmt es die Tester definitiv nicht glücklich.

Man kann vermuten, dass die spartanische Namensgebung "MacBook" kein Zufall ist. Apple stellt seinen Fans und der Welt mit dem neuen MacBook seine Vision des künftigen mobilen Computers vor: spartanisch, kaum Anschlüsse, leicht, flach und mit einem hochwertigen Display. Keine Frage – die anderen Hersteller werden nachziehen.

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