Mark Zuckerberg schließt eine Bezahlversion von Facebook nicht aus

Mark Zuckerberg spricht nur noch von "einer kostenlosen Version" von Facebook.
Mark Zuckerberg spricht nur noch von "einer kostenlosen Version" von Facebook. (©YouTUbe/ Guardian News 2018)
Patrick Schulze Fragt sich, wann VR-Brillen endlich so massentauglich werden wie in "Ready Player One".

Könnte es in Zukunft eine Bezahlversion von Facebook ohne Werbung geben? Mark Zuckerberg machte bei seiner Anhörung vor dem US-Kongress am Dienstag zumindest eine Andeutung in diese Richtung.

Machen wir uns nichts vor: Ohne Werbung wäre das Internet, wie wir es kennen, nicht möglich. Die meisten und auch die wichtigsten der Millionen von Websites da draußen sind für die Nutzer nur deshalb kostenlos verfügbar, weil sie sich nicht über Zugangsgebühren, sondern über datenbasierte Werbung finanzieren.

Dieses Geschäftsmodell nutzt auch Facebook und hat es sogar so weit perfektioniert, um damit zu einem der mächtigsten Unternehmen der Welt zu werden. Doch im Zuge des Datenskandals rund um Cambridge Analytica könnte bei Facebook-Chef Mark Zuckerberg ein Umdenken eingesetzt haben, wie sich laut The Verge bei seiner Anhörung vor dem US-Kongress am Dienstag zeigte.

Laut Zuckerberg wird es immer "eine kostenlose Version von Facebook" geben

Auf die Frage des Senators Orin Hutch, ob Facebook immer kostenlos bleiben werde, antwortete Zuckerberg ziemlich vieldeutig, dass es nach seinem Wunsch immer "eine Version von Facebook" geben werde, die kostenlos und für alle Menschen zugänglich ist. Damit deutete der Gründer des sozialen Netzwerks zumindest an, dass es in Zukunft mehrere Versionen von Facebook geben könnte – eventuell auch solche, die eben Geld kosten. Allerdings blieb es während der Anhörung bei dieser vagen Andeutung und es kamen keine weiteren Fragen seitens der Senatoren oder Ausführungen seitens Zuckerberg zu einer möglichen Bezahlversion von Facebook.

Vorerst bleibt also unklar, ob es irgendwann einmal eine werbefreie Version von Facebook geben wird, für die Nutzer eine monatliche Gebühr bezahlen müssen. Wir können allerdings davon ausgehen, dass derartige Überlegungen Facebook-intern längst auf dem Tisch liegen. Ob sie jemals umgesetzt werden, steht allerdings auf einem ganz anderen Blatt.

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