Meltdown & Spectre: Intel verspricht schnelle Updates

Intel verspricht Transparenz beim Fixen der Meltdown- und Spectre-Sicherheitslücken
Intel verspricht Transparenz beim Fixen der Meltdown- und Spectre-Sicherheitslücken (©Microsoft GmbH 2016)
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Intel will bei der Verteilung der Sicherheitsupdates für Meltdown und Spectre auf Transparenz setzen. Bis Ende Januar sollen zunächst einmal die Sicherheitslücken in allen Intel-Prozessoren der letzten fünf Jahre geflickt werden.

Die Prozessor-Sicherheitslücken Meltdown und Spectre sorgen seit Anfang Januar für Gesprächsstoff. Vor allem der Chip-Riese Intel ist mit beinahe all seinen Prozessoren von den Schwachstellen betroffen und steht wegen der bislang intransparenten Kommunikation heftig in der Kritik. Nun sah sich sogar der Chef des Unternehmens, Brian Krzanich, dazu veranlasst, einen offenen Brief an Kunden, Hardware-Partner und die Öffentlichkeit zu richten.

Intel verspricht schnelle Updates und maximale Transparenz

Zunächst verspricht Krzanich in dem Brief, dass schon bis zum 15. Januar Sicherheitsupdates für 90 Prozent aller Intel-Prozessoren aus den letzten fünf Jahren bereitstehen sollen. Für die restlichen 10 Prozent sollen entsprechende Patches bis Ende Januar nachgereicht werden, während sich Intel danach auf ältere Chips konzentrieren möchte. Bereits letzte Woche hatte das Unternehmen eine Liste mit allen betroffenen Prozessoren veröffentlicht.

Bei der Verteilung der Patches und Updates verspricht der Geschäftsführer eine größtmögliche Transparenz für die Nutzer. Dabei geht es vor allem um mögliche Performance-Probleme, die nach dem Einspielen der Patches offenbar auftreten können. Gerüchte hatten ursprünglich besagt, dass der Performance-Verlust je Prozessor bis zu 30 Prozent betragen könnte. Intel selbst geht eher von geringfügigen Performance-Einbrüchen aus, genaueres lässt sich aber wahrscheinlich erst nach dem Einspielen der Patches sagen.

Als dritten Punkt versichert Krzanich, dass Intel auch in Zukunft eng mit anderen Unternehmen zusammenarbeiten werde, wenn es um das Aufspüren und Beheben von Sicherheitsproblemen geht. Im Falle von Meltdown und Spectre waren die wichtigen Sicherheitshinweise von Google Project Zero gekommen, der internen Sicherheitsabteilung von Google, die permanent nach Sicherheitslücken in aktueller Software sucht.

Noch sind Fragen offen

Unklar bleibt allerdings, wie der Rollout der Sicherheitspatches vonstatten gehen wird. Während Microsoft und Apple bereits damit begonnen haben, die Sicherheitslücken in Windows, MacOS und den Webbrowsern zu stopfen, benötigt auch die Firmware der Intel-Prozessoren selbst ein Firmware-Update. Dafür muss Intel wiederum mit den Herstellern der Mainboards zusammenarbeiten.

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