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Meltdown & Spectre: So langsam machen die Patches Windows-PCs

Microsoft und andere gehen mit Patches gegen Meltdown und Spectre vor.
Microsoft und andere gehen mit Patches gegen Meltdown und Spectre vor. (©Microsoft 2017)

Microsofts Windows-Updates gegen Meltdown und Spectre machen den PC langsamer. Es gibt dabei allerdings große Unterschiede zwischen verschiedenen Windows-Versionen und Prozessoren. Erste Benchmarks zeigen neben der Prozessor-Drosselung auch eine geringere Schreibgeschwindigkeit von SSD-Festplatten auf.

Die ersten System-Updates für 45 verschiedene Windows-Editionen gegen die Sicherheitslücken Meltdown und Spectre stehen bereit. Das schreibt Microsoft in einem Blogeintrag. Da Meltdown und Spectre eine Prozessor-Funktion ausnutzen, hat Microsoft Windows mit neuen CPU-Befehlen versorgt, um einen Angriff zu verhindern. Außerdem wurden der Edge-Browser und der Internet Explorer 11 gegen einen Angriff via JavaScript gerüstet. Die höhere Sicherheit geht allerdings auf Kosten der Systemleistung.

Leistungsverlust für neuere Systeme gering

Laut Microsoft sind die Performance-Kosten für Windows-10-Systeme mit Prozessoren ab 2016 der Skylake- oder Kabylake-Generation und neuer noch gering. Die Leistungsreduktion bleibe im einstelligen Prozentbereich und soll lediglich Mikrosekunden betragen. Das Leistungsdefizit für Windows-10-Systeme mit Haswell-Chips von 2015 oder älter sei hingegen "für einige Nutzer" spürbar. Derweil würden "die meisten Nutzer" bei Systemen mit Windows 8 und Windows 7 mit Haswell-Chips oder älter eine geringere Leistung feststellen.

Großer Einbruch bei der SSD-Performance?

Derweil führte Techspot nach einem Update von Windows und Bios einige Benchmarks mit neuen Intel-Chips der Coffee-Lake-Generation durch. Die Prozessor- und Gaming-Performance ging nur bis zu vier Prozent zurück. Allerdings brach die Schreib- und Leseperformance von SSDs in einigen Tests dramatisch ein – um bis zu 40 Prozent. Es sind jedoch weitere Tests nötig und der Einbruch könnte nur die getesteten Konfigurationen betreffen. Außerdem arbeiten Microsoft und die Hardware-Hersteller an weiteren Patches.

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