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Microsoft deutet möglicherweise Ende der Lumia-Smartphones an

Deutet Microsoft das Ende der Lumia-Reihe an?
Deutet Microsoft das Ende der Lumia-Reihe an? (©TURN ON 2015)

Microsoft verkauft die alte Handy-Sparte von Nokia an Foxconn und deutet möglicherweise zugleich das Ende der Lumia-Smartphones an. Die Entwicklung von Windows 10 Mobile soll hingegen weitergehen. Wie passt das zusammen?

Microsoft trennt sich von den Resten der alten Nokia-Handysparte und verkauft diese an den taiwanesischen Konzern Foxconn. Der Verkaufspreis beträgt laut einer Pressemitteilung von Microsoft 350 Millionen US-Dollar und betrifft insgesamt 4500 Angestellte. Damit stößt der Redmonder Software-Riese den letzten großen Teil der Nokia-Mobilfunksparte ab, die dieser erst 2013 für 5,5 Milliarden Euro übernommen hatte.

Stellt Microsoft die Lumia-Sparte ein?

Während die klassische Handysparte von Nokia im Zuge des Smartphone-Booms ohnehin an Bedeutung verloren hat, ist die Pressemitteilung von Microsoft aber noch aus einem anderen Grund interessant. In einem weiteren Absatz bekräftigt der Konzern nämlich, dass er weiterhin an Windows 10 Mobile arbeiten werde und Lumia-Smartphones wie das Lumia 950, das Lumia 950 XL und das Lumia 650 genauso wie die Windows-Smartphones von Acer, Alcatel, HP, Trinity und Vaio auch weiterhin unterstützt werden sollen.

Kein Wort hingegen zu neuen Lumia-Smartphones, die sich vielleicht intern in der Entwicklung befinden. Der Grund dafür könnte recht simpel sein: Microsoft wird möglicherweise gar keine neuen Lumia-Geräte mehr veröffentlichen und könnte die Marke still und heimlich zu Grabe tragen. Die Zukunft könnte demnach einer neuen Generation von Windows Phones gehören – unter anderem dem ominösen Surface Phone, das bereits seit einigen Monaten durch die Gerüchteküche tingelt.

Bisher ist alles Spekulation

Zugegeben, diese Interpretation der Microsoft-Pressemitteilung enthält ziemlich viel Spekulation, allerdings gibt es durchaus auch andere Anzeichen, die auf ein baldiges Ende der Lumia-Smartphones hindeuten könnten. So waren die Verkäufe der Lumia-Geräte zuletzt um satte 73 Prozent zurückgegangen. Im ersten Quartal 2016 hatte der Konzern nur noch 2,3 Millionen Smartphones verkauft. Zum Vergleich: Samsung konnte im gleichen Zeitraum rund 81 Millionen Geräte verkaufen, Apple kam auf 51 Millionen.

Satya Nadella ist ein Mann konsequenter Schritte

Bei Microsoft dürften angesichts dieser Zahlen die Alarmglocken schrillen und es wäre keine Überraschung, wenn der Konzern in seiner Smartphone-Sparte schon bald Konsequenzen zieht. Wer den aktuellen Microsoft-Chef Satya Nadella in den vergangenen Jahren beobachtet hat, weiß, dass dieser auch vor harten Einschnitten nicht zurückschreckt.

Für die Lumia-Smartphones könnte dies in der Tat das baldige Aus bedeuten. Alle Hoffnungen würden dann auf dem Surface Phone ruhen, das womöglich den letzten Versuch von Microsoft darstellen könnte, sich im Smartphone-Bereich gegen die Android-iOS-Bastion zu behaupten.

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