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Microsoft: Millionenklage wegen fehlerhafter Windows 10-Upgrades

Das kostenlose Windows 10-Update hat für Microsoft ein rechtliches Nachspiel.
Das kostenlose Windows 10-Update hat für Microsoft ein rechtliches Nachspiel. (©Microsoft 2016)

Microsoft sieht sich in den USA mit einer Millionenklage wegen fehlerhafter Windows 10-Upgrades konfrontiert. Für das Unternehmen ist die Klage nicht ganz unproblematisch, da sie exemplarisch für Tausende PC-Nutzer stehen könnte.

Windows 10 sorgt bei Microsoft nicht nur für Freude, sondern auch für Ärger. In den USA sieht sich das Unternehmen aktuell beispielsweise mit einer Millionenklage konfrontiert, bei der es um drei spezifische Fälle geht, bei denen das Upgrade auf Windows 10 zu Schäden am PC selbst oder zum Verlust wichtiger Daten geführt habe, wie Ars Technica berichtet. In allen drei Fällen geht es um das Upgrade von Windows 7 beziehungsweise Windows 8.1 auf Windows 10, das von Juli 2015 bis Juni 2016 kostenlos verfügbar war.

Das Update soll Daten zerstört haben

Im Falle der Klägerin Stephanie Watson hätte sich das Upgrade dabei einfach von selbst ausgeführt, ohne dass die Nutzerin diesem Vorgang zugestimmt hätte. Dabei seien einige Daten unwiederbringlich verloren gegangen. Der Kläger Robert Saiger hat das Update zwar eigenständig eingeleitet, musste aber ebenfalls den Verlust einiger Daten und Programme in Kauf nehmen und die Kosten für eine Software- und Datenreparatur zahlen. Howard Goldberg hingegen hatte das Update erst mit sechs Monaten Verzögerung durchgeführt, musste dabei jedoch ebenfalls den Verlust einiger Daten hinnehmen. In dem Gerichtsverfahren fordern die drei Kläger mehr als fünf Millionen US-Dollar Schadensersatz von Microsoft.

Tausende Nutzer könnten betroffen sein

Brisant ist für Microsoft aber weniger die Summe, sondern der Umstand, dass die drei Fälle exemplarisch für Tausende Windows-Nutzer stehen könnten. Immerhin gab es im Zuge des Upgrades von Windows 7 beziehungsweise 8.1 auf Windows 10 zahlreiche User, die sich über Probleme beschwert hatten. Der Konzern sieht sich selbst dennoch in einer guten Position und weißt die Vorwürfe entschieden zurück und verweist auf zahlreiche Support-Optionen, die User während der Gratis-Update-Phase hätten in Anspruch nehmen können. Zudem hätte es die Möglichkeit gegeben, binnen einer 31-tägigen Frist zur vorherigen Version von Windows zurückzukehren.

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