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Microsoft: Mitarbeiter haben Slack- und Google Docs-Verbot

Anstatt Slack sollen Microsoft-Mitarbeiter Microsoft Teams verwenden.

Microsoft will seine Mitarbeiter daran hindern, Slack und Google Docs zu benutzen. Grund für die Entscheidung ist offenbar nicht die Rivalität zu eigenen Produkten, sondern Sicherheitsrisikos.

Neben Slack und Google Docs stehen auch Amazon Web Services, die Cloud-Version von GitHub und das Grammatik-Tool Grammarly auf der "Vorsicht ist geboten"-Liste. Das interne Dokument wurde dem Technik-Blog GeekWire zugespielt und enthält Analysen der möglichen Sicherheitsrisikos sowie Handlungsanweisungen für die Mitarbeiter.

Slack ist tabu

Der auf Gruppenarbeit ausgerichtete webbasierte Messenger Slack wird in dieser Liste als verboten gelistet. In der Begründung heißt es, dass Slack nicht die notwendigen Kontrollmechanismen bereitstelle, um das geistige Eigentum Microsofts zu schützen. Mitarbeiter, die Slack bereits nutzen, werden dazu aufgefordert, zu Microsoft Teams zu wechseln. Slack für Unternehmen schätzt Microsoft zwar grundsätzlich als sicher genug ein, fordert seine Mitarbeiter jedoch dennoch dazu auf, Microsoft Teams zu verwenden. 

Grammarly ist ebenfalls aus Sicherheitsgründen verboten. Die Browser-Erweiterung der Grammatikprüfung habe Zugriff auf Microsofts Information Rights Management (IRM) innerhalb von E-Mails und Dokumenten. Dadurch könnten sensible Daten an externe Quellen geraten.

Auch ein Microsoft-Produkt auf der Liste

Ebenso auf der Liste: Amazon Web Services und Google Docs. Beide Dienste werden allerdings nicht aus Sicherheitsgründen verboten. Die Unternehmensführung legt den Mitarbeitern stattdessen nahe, Microsoft-eigene Produkte wie Azure und Office 365 zu verwenden. Wer dennoch für interne Zwecke die Konkurrenz nutzen will, der müsse dies geschäftlich begründen.

Überraschend ist der Eintrag von GitHub auf der Liste, obwohl Microsoft das Entwickler-Tool 2018 gekauft hat. Allerdings rät Microsoft seinen Mitarbeitern in diesem Fall auch lediglich davon ab, die Cloud-Version des Codearchivs für besonders vertrauliche Informationen zu benutzen. Die lokale Nutzung von GitHub wiederum ist ohne Einschränkungen möglich.

Gegenüber GeekWire schätzt Sicherheitsexperte Christopher Budd die Liste von Microsoft als sinnvoll ein. Das Unternehmen müsse sich nicht nur darum sorgen, dass Konkurrenten wie Google an Firmengeheimnisse gelangen, sondern auch staatlich finanzierter Industriespionage vorbeugen.

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