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Microsoft: Probleme mit Surface-Geräten wurden angeblich behoben

Die Surface-Produkte zaubern in letzter Zeit Sorgenfalten auf die Stirn von Microsoft.
Die Surface-Produkte zaubern in letzter Zeit Sorgenfalten auf die Stirn von Microsoft. (©TURN ON 2017)

Nachdem Verbraucherschützer in den USA ihre Empfehlung für die Surface-Geräte von Microsoft zurückgezogen haben, ist ein internes Memo des Herstellers aufgetaucht. Darin bestätigt sich, dass es durchaus Qualitätsprobleme gab. Diese wurden jedoch offenbar zum Großteil behoben.

Hinter Microsoft liegen ein paar unruhige Tage. Grund dafür ist eine Mitteilung des US-amerikanischen Verbraucherschutzverbandes vom vergangenen Donnerstag. In diesem hatte der Verband die Langzeitqualität der hochgelobten Surface-Geräte in Frage gestellt und behauptet, das 25 Prozent der Tablets und Laptops innerhalb von zwei Jahren einen Defekt aufweisen. Microsoft selbst widerspricht dieser Darstellung und scheint mittlerweile bereit zu sein, seine Surface-Produktlinie mit allen Mitteln zu verteidigen.

Internes Memo bestätigt: Es gab Probleme

Dem Journalisten und Microsoft-Kenner Paul Thurrott ist nun nach eigenen Angaben ein internes Memo in die Hände gefallen, das von Microsoft-Hardware-Chef Panos Panay verfasst wurde. Darin ist unter anderem eine Statistik zu sehen, in der die Rücklaufquote für die einzelnen Surface-Produkte von Juni 2014 bis April 2017 aufgeführt ist. Auffällig ist dabei, dass vor allem die Ende 2015 veröffentlichten Geräte Surface Book und Surface Pro 4 zunächst mit sehr vielen Problemen zu kämpfen hatten. Beide hatten zum Launch Rücklaufquoten von über 15 beziehungsweise über 14 Prozent.

 Eine Statistik zeigt die Rücklaufquoten der Surface-Geräte von 2014 bis April 2017. fullscreen
Eine Statistik zeigt die Rücklaufquoten der Surface-Geräte von 2014 bis April 2017. (©Paul Thurrott 2017)

Microsoft suchte die Schuld zunächst bei Intel

Die Schuld für die Probleme gibt Microsoft dabei dem Chip-Hersteller Intel, dessen Skylake-Prozessor-Generation anfangs sehr fehleranfällig gewesen sei. Surface Book und Surface Pro 4 gehörten Ende 2015 zu den ersten PCs überhaupt, die mit Skylake-Chips ausgestattet waren. Allerdings ist mittlerweile klar, dass diese Probleme wohl nicht Intel zuzuschreiben waren, sondern an fehlerhaften Treibern lagen, die Microsoft selbst programmiert hatte. Andere Hersteller wie etwa Lenovo hatten die massiven Probleme mit den Skylake-Prozessoren nämlich nicht, wie sich später bei einem Treffen zwischen dem PC-Hersteller und dem Windows-Entwickler herausgestellt haben soll.

Qualitätsprobleme wurden offenbar behoben

Seither sind die Werte für die Rücklaufquoten jedoch kontinuierlich gesunken, was dafür spricht, dass Microsoft die Hardware nun besser im Griff hat. Im April 2017 hatte das Surface Book noch eine Rücklaufquote von knapp 5 Prozent, beim Surface Pro 4 lag diese bei etwa 3 Prozent. Insgesamt scheint das Memo also die Aussage der Verbraucherschützer zumindest ein Stück weit zu stützen, dass es in der Vergangenheit mit einigen Surface-Geräten größere Probleme gab. Gleichzeitig legt die Statistik allerdings nahe, das Microsoft die Zuverlässigkeit seiner Hardware seither schrittweise verbessern konnte.

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