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Microsoft verrät, wie viele Daten Windows 10 wirklich sammelt

Microsoft schafft mehr Transparenz für die Nutzer.
Microsoft schafft mehr Transparenz für die Nutzer. (©Microsoft 2016)

Die Datenkrake Windows 10 soll ihren Schrecken verlieren. Mit dem Creators Update hat Microsoft auch erstmals eine Übersicht darüber veröffentlicht, welche Daten das Betriebssystem wirklich sammelt.

Seit Windows 10 im Juli 2015 gelauncht wurde, ist der Datenschutz ein Dauerthema und ein Ärgernis für viele Nutzer. Auch bei TURN ON haben wir uns dem Thema in der Vergangenheit mehrfach gewidmet und versucht, die Datenkrake Windows 10 zu bändigen oder die Feinjustierung der Privatsphäre-Einstellungen vorgenommen. Nun sieht es so aus, als wäre die Kritik der Nutzer endlich auch zu Microsoft durchgedrungen und der Entwickler scheint mit dem großen Creators Update, das ab sofort zum Download bereitsteht, auf diese einzugehen, wie es in einem neuen offiziellen Blog-Eintrag heißt.

Welche Daten hat Microsoft vom Nutzer?

So wurden die Möglichkeiten für den Nutzer erhöht, um sich über das Datensammeln von Windows 10 zu informieren. Unter "Einstellungen > Datenschutz > Feedback und Diagnose" haben Nutzer wie zuvor die Möglichkeit zu entscheiden, in welchem Umfang das Betriebssystem Feedback-Daten an die Microsoft-Server schickt. Dabei stehen noch immer die Optionen "Einfach" und "Vollständig" zur Auswahl, wobei "Einfach" deutlich weniger Daten an den Entwickler sendet.

Welche Daten genau bei den Einstellungen übertragen werden, hat der Hersteller nun erstmals in einer ziemlich umfangreichen Übersicht zusammengestellt. Das gilt sowohl für die Option "Einfach" als auch für "Vollständig". Wirklich viel Aussagekraft haben die Einträge für die meisten Nutzer vielleicht nicht, aber zumindest lässt sich nun auf einen Blick feststellen, in welchen Kategorien Windows 10 Daten sammelt und übermittelt:

• Diagnose-Daten

• Geräte-, Verbindungs- und Konfigurationsdaten

• Produkt- und Service-Daten

• Software-Setup-Daten

• Daten zur Content-Nutzung

• Browser- und Suchmaschinen-Daten

• Daten zur Eingabe und Sprachsuche

• Lizenzdaten

Kein Grund zur Panik

Eines gleich vorweg: Ganz abschalten können Nutzer das Datensammeln von Windows 10 nach wie vor nicht – daran wird sich vermutlich auch nichts ändern. Aber immerhin schafft Microsoft mit dem neuen Schritt nun die nötige Transparenz um Usern die Angst vor der vermeintlichen Datenkrake zu nehmen. Denn grundsätzlich bleibt festzuhalten, dass sich die Daten, die Windows 10 sammelt, im Wesentlichen nicht von jenen unterscheiden, die auch andere Betriebssysteme oder Programme anhäufen.

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