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Mit diesen Riesen-Megafonen kannst Du den Wald hören

Ein estnisches Kunstprojekt soll den "Sound des Waldes" erlebbar machen.
Ein estnisches Kunstprojekt soll den "Sound des Waldes" erlebbar machen. (©Tõnu Tunnel 2015)

Sounderlebnis mal anders: In Estland haben Kunstakademie-Studenten in einem Wald riesige Megafone aus Holz installiert. In den Monster-Lauschern finden mehrere Personen Platz, die dank der besseren Akustik jedes kleine Geräusch hören können sollen.

Viele Menschen bekommen bei einem Spaziergang im Wald wahrscheinlich gar nichts von den kleinen Details und Geräuschen der Natur mit. Ein Projekt der Estnischen Kunstakademie in Tallinn soll das nun ändern. Studenten bauten Ende August insgesamt drei riesige Megafone aus Holz mit einem Durchmesser von drei Metern, die sie anschließend ins Pähni Nature Centre an der Grenze zu Lettland brachten und dort zusammenbastelten. Die Vorbereitungszeit betrug insgesamt ein Jahr, am 18. September wurde das Projekt schließlich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Wie das alles aussieht, hat der Fotograf Tõnu Tunnel dokumentiert.

Riesen-Megafone bieten "Bühne für den Wald"

Der Sinn des Ganzen: In den großen Holzkonstruktionen finden gleich mehrere Personen Platz, durch die konische Form und die spezielle Platzierung im Wald sollen die Besucher kleinste Geräusche wie Regentropfen, das Aneinanderstreichen von Ästen oder entfernte Schritte hören können. Besonders gut soll das Sounderlebnis funktionieren, wenn man sich in die Mitte zwischen die drei Holz-Megafone stellt. Zugleich dienen die Ungetüme als praktische Sitzgelegenheiten mitten im Wald.

Das Kunstprojekt stelle "eine Bühne" für die Natur dar, erklärte Hannes Praks vom Institut für Innenarchitektur der Estnischen Kunstakademie. Ob das Ganze tatsächlich so gut funktioniert wie von der Künstlerin Birgit Õigus gedacht, bleibt aber offen.

Wald-Megafone in Estland fullscreen
Wald-Megafone in Estland fullscreen
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