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Mit dieser Kamera machen Android-Smartphones 3D-Fotos

Die 3D-Bilder der Eye-Plug-Kamera kann man sich via Google Cardboard ansehen.
Die 3D-Bilder der Eye-Plug-Kamera kann man sich via Google Cardboard ansehen. (©YouTube/Weeview Inc. 2016)

Auf der Computex-Messe in Tapei gab es unter anderem die Eye-Plug-Kamera zu sehen: Das kleine Gadget wird an den USB Type-C-Slot eines Android-Smartphones gesteckt, zusammen mit der Hauptkamera entstehen dann 3D-Fotos.

Die Eye-Plug-Kamera ist ein neues Hardware-Zubehör für Android-Smartphones mit einem USB Type-C-Eingang vom Hersteller Weeview.  Mit 35 US-Dollar oder 31 Euro soll die Zusatz-Kamera zu einem günstigen Preis auf den Markt kommen. Die Auflösung von zwei Megapixeln ist eher gering, aber da sie nur der Ermittlung von Tiefeninformationen über das eingefangene Bild dient, ist das nicht dramatisch. Laut einem Hand-On von Engadget kommen am Ende Bilder und Videos mit einer "vollkommen akzeptablen Auflösung" für die Betrachtung mit Google Cardboard dabei heraus.

Nur mit USB Type-C kompatibel

Die Zusatzkamera bietet neben der Aufzeichnung von 3D-Videos und -Bildern auch neue Effekte, etwa die Nachbearbeitung der Tiefenschärfe. Dieses Phänomen ist von Smartphones mit zwei Rückkameras bekannt, etwa dem HTC One M8 oder zuletzt dem Huawei P9. Außerdem kann Eye-Plug sowohl hinten als auch vorne angebracht werden. So werden nicht nur mit der Hauptkamera 3D-Aufzeichnungen möglich, sondern auch mit der Webcam 3D-Selfies. Eye-Plug misst 20 Millimeter x 40 Millimeter und fällt somit klein genug aus für den bequemen Transport. An einer iPhone-Version der Kamera wird gearbeitet.

Release in Deutschland derzeit unklar

Digital Trends vergleicht Eye-Plug sogar mit einer Lichtfeldkamera, die ebenso das nachträgliche Fokussieren ermöglicht. Die Technik einer solchen Plenoptischen Kamera funktioniert jedoch anders als jene der kleinen Zusatzkamera für Smartphones. High-End darf man von der 31-Euro-Zusatzkamera nicht erwarten – aber eine erweiterte Funktionalität für jedes Smartphone mit dem neuen USB Type-C-Eingang. Weeview schaut sich nach internationalen Vertriebspartnern um, aber ein Release in Deutschland ist nicht garantiert.

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