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Mit Drohne und GoPro auf den Spuren von Tschernobyl

Fast 30 Jahre nach dem Super-GAU in Tschernobyl lässt Dokumentarfilmer Danny Cooke eine Drohne und eine GoPro über Prypjat kreisen.
Tschernobyl aus Sicht einer Drohne
Tschernobyl aus Sicht einer Drohne (©Vimeo/Danny Cooke 2014)

Vor fast 30 Jahren explodierte in der Ukraine das Kernkraftwerk Tschernobyl. Wie die nahegelegene Geisterstadt Prypjat heute aussieht, zeigt der Dokumentar-Filmer Danny Cooke mit Hilfe einer Drohne und einer GoPro. Entstanden sind gespenstisch schöne Aufnahmen.

Anfang des Jahres war der britische Filmemacher Danny Cooke im Auftrag des US-Senders CBS für eine Doku in der ukrainischen Stadt Prypjat in der Nähe des Kernkraftwerks Tschernobyl unterwegs. Das Gebiet ist heute für kurzfristige Touristenbesuche geöffnet, längere Aufenthalte sind jedoch noch immer verboten. Für seinen Dokufilm war Cooke mit der Drohne DJI Phantom 2, der Action-Cam GoPro 3+, einer Canon Eos 7D und einem Geigerzähler ausgerüstet.

Dem Briten sind in Prypjat wahrlich beeindruckende Aufnahmen gelungen. Einen Vorgeschmack auf den kompletten Film gibt ein circa dreiminütiger Trailer mit dem Titel "Postcards from Pripyat, Chernobyl" auf YouTube. Unterlegt mit dem Indie-Song "Promise Land" von Hannah Miller entfalten Cookes Fotos aus der Geisterstadt eine faszinierende Wirkung. Immer wieder ließ der Doku-Macher auch seine Drohne samt GoPro aufsteigen und filmte beispielsweise das bekannte Riesenrad und den Rummelplatz aus der Vogelperspektive.

"Erinnerungen an lange vergangene Ereignisse schwebten um uns"

"An diesem Ort herrscht eine ruhige und zugleich sehr verstörende Atmosphäre. Die Zeit ist stillgestanden und die Erinnerungen an lange vergangene Ereignisse schwebten um uns herum", beschreibt Cooke seine Eindrücke von Tschernobyl. Die gesamte Dokumentation "Chernobyl: The Catastrophe That Never Ended" mit noch mehr GoPro-Aufnahmen von der Drohne kann auf der Internetseite von CBS angesehen werden.

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