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Mit Snapchat kannst Du künftig auch Geld verschicken

Snapchat führt eine neue Funktion ein: Snapcash. Damit lässt sich Geld an Freunde senden – mit nur einem Klick im Messenger.
Seriös ist anders: Snapchat bewirbt Snapcash mit Tanz und Gesang.
Seriös ist anders: Snapchat bewirbt Snapcash mit Tanz und Gesang. (©Snapchat 2014)

Dollar-Zeichen plus Betrag eingeben und auf "Senden" klicken – schon hast Du Geld per Snapchat verschickt. Die neue Funktion des Messengers nennt sich Snapcash und soll in Kürze verfügbar sein. Wie sicher das Ganze wird, lässt sich nur schwer einschätzen.

Der nicht gerade für seine Datensicherheit bekannte Messenger Snapchat hat am Montag ein neues Feature vorgestellt: Snapcash. Damit sollen Nutzer ihren Freunden ganz einfach Geld schicken können. Dazu müssen sie lediglich ein Dollar-Zeichen dem Text voranstellen, einen Betrag nennen und im Chat auf "Senden" drücken – das Geld landet dann direkt auf dem Konto des Freundes. Abgebucht wird die Summe von der eigenen Kreditkarte, die bei Snapchat hinterlegt werden muss, um Snapcash nutzen zu können.

Immerhin: Kreditkartendaten werden nicht von Snapchat selbst verwaltet

Bei so manchem Snapchat-Nutzer sollten nun die Alarmglocken läuten. Schließlich gelangte erst im vergangenen Monat ein Archiv mit mehr als 200.000 privaten Snapchat-Bildern ins Internet, darunter auch viele Nacktbilder Minderjähriger. Um das Bezahlen per Messenger allerdings so sicher wie möglich zu machen, arbeitet Snapchat mit dem Bezahldienst Square zusammen. Dieser verwaltet die Kreditkartendaten der Messenger-Nutzer und bearbeitet die Transaktionen. Die Werbung für die neue Geldsende-Funktion wirkt aber alles andere als seriös:

Instant Messenger bald mit personalisierter Werbung?

Unklar ist allerdings, inwieweit Snapchat die Daten der Snapcash-User auswerten können und nutzen wird. Denkbar wäre es, dass anhand der detaillierteren Informationen personalisierte Werbung für die Kunden geschaltet wird. Snapcash kommt mit einem Update des Messengers sowohl für iOS als auch für Android. Allerdings ist die Funktion bisher nur in den USA und nur für Personen über 18 Jahren verfügbar.

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