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Mobiles Internet der Zukunft: Weichen für 5G werden gestellt

Die Bundesnetzagentur stellt die Weichen für 5G.
Die Bundesnetzagentur stellt die Weichen für 5G. (©Thinkstock/Piotr Adamowicz 2015)

Mit der Versteigerung der Funkfrequenzen des 700-MHz-Bandes stellt die Bundesnetzagentur die Weichen für das mobile Internet der Zukunft. Neue Übertragungsstandards wie 5G könnten die Netze in Zukunft deutlich schneller und stabiler machen. Bis dahin sollen die zusätzlichen Frequenzen für den flächendeckenden LTE-Ausbau genutzt werden.

Die Bundesnetzagentur hat am Mittwoch damit begonnen, die Funkfrequenzen des 700-MHz-Bandes an die Mobilfunkanbieter zu versteigern. Das zusätzliche Frequenzband soll nach den Plänen der Bundesregierung vor allem genutzt werden, um einen flächendeckenden Ausbau von LTE- beziehungsweise 4G-Netzen zu gewährleisten. Auf diese Weise möchten die Politiker bis 2018 jedem deutschen Haushalt eine Internetverbindung von mindestens 50 MBit/s ermöglichen.

Superschnelle und stabile Netze via 5G

Neben dem Netzausbau eröffnen die zusätzlichen Frequenzen jedoch auch neue Möglichkeiten für den Aufbau künftiger Mobilfunkstandards. Mit Technologien wie 5G könnte vor allem das mobile Internet der Zukunft deutlich schneller werden als alle aktuellen Verbindungen. Bereits im Februar war es Wissenschaftlern des 5G Innovation Centrebit (5GIC) in Großbritannien gelungen, in einem 5G-Test Daten mit einer Geschwindigkeit von einem Terabit pro Sekunde (Tbps) zu übertragen. Neben der höheren Geschwindigkeit sollen 5G-Verbindungen auch deutlich stabiler sein als der bisherige Mobilfunk und somit beispielsweise auch auf der Autobahn oder im ICE nicht abbrechen. Mit ersten Netzen und Smartphones, die diese Technologie unterstützen, wird allerdings frühestens 2020 gerechnet.

Regierung rechnet mit Milliardeneinnahmen

Für die Versteigerung der Bundesnetzagentur zugelassen wurden die drei größten deutschen Mobilfunkanbieter. Neben der Deutschen Telekom und Vodafone ist auch Telefónica im Boot. Der spanische Anbieter betreibt die Netze von O2 und E-Plus. Die Bundesregierung rechnet damit, dass im Rahmen der Versteigerung mindestens 1,5 Milliarden Euro für die Kassen von Bund und Ländern eingespielt werden.

Bislang wird das 700-MHz-Frequenzband noch von den TV-Sendern zur Verbreitung ihrer Programme über DVB-T genutzt. Durch einen Umstieg auf den deutlich effizienteren Nachfolgestandard DVB-T2 sollen die Frequenzen jedoch bereits ab Mitte 2016 Schritt für Schritt für die Mobilfunkanbieter frei werden.

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