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Möglicher Hackerangriff legt Garmin-Fitnesstracker weitgehend lahm

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Garmin-Nutzer haben derzeit keinen Zugriff auf einen Großteil der Smartwatch-Dienste.

Ein gezielter Angriff mit Ransomeware hat möglicherweise die Dienste von Garmin weitgehend lahmgelegt. Betroffen sind Smartwatches, Fitnesstracker und die meisten Webdienste des Unternehmens.

Wer einen Fitnesstracker, eine Smartwatch oder einen Fahrradcomputer von Garmin nutzt, dürfte schon festgestellt haben, das seit Freitag einige der Funktionen nicht mehr ordnungsgemäß funktionieren und Daten nicht abrufbar sind. Grund ist ein Ausfall der Garmin-Server, über welche der Dienst Garmin Connect läuft. Betroffen sind auch sämtliche Garmin-Apps und die meisten Web-Dienste des Unternehmens, wie Garmin bereits am Donnerstag via Twitter mitteilte.

Ransomeware könnte der Grund für den Ausfall sein

Grund für den massiven Ausfall, der offenbar alle Garmin-User betrifft, ist laut Informationen des Magazins ZDNet offenbar ein gezielter Hackerangriff mit Ransomeware auf die IT-Infrastruktur des Unternehmens. Die Behebung der Probleme könne durchaus mehrere Tage in Anspruch nehmen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels am 25.07.2020 um 11:13 Uhr halten die Probleme an.

Erschreckend ist, welche Kreise die Attacke offenbar zieht: Betroffen sind laut Garmin auch die Call- und Service-Center des Unternehmens. Laut dem taiwanesischen Nachrichtenportal iThome sollen sogar die Poduktionslinien des Herstellers durch den Angriff lahmgelegt sein.

Noch ist unklar, wann die Garmin-Dienste wieder zur Verfügung stehen werden. Ebenso unbekannt ist, ob durch die Attacke auch Nutzerdaten auf den Servern von Garmin kompromittiert oder gelöscht wurden. Selbst nach der Behebung der Ausfälle dürfte auf den Hersteller also noch einige Arbeit zukommen, um das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen.

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