News

Motorola-Studie zeigt dramatische Smartphone-Sucht jüngerer Nutzer

Laut einer Motorola-Studie übertreiben es viele Menschen mit der Smartphone-Nutzung.
Laut einer Motorola-Studie übertreiben es viele Menschen mit der Smartphone-Nutzung. (©Elenathewise/iStock/Thinkstock 2017)

Eine von Motorola gesponserte psychologische Studie mit über 4400 Teilnehmern aus vier Ländern belegt ein großes Problem mit der Smartphone-Sucht. Besonders betroffen sind die jüngeren Nutzer der Generationen Millennial und Generation Z. Der Smartphone-Hersteller möchte nun mit Initiativen eine bessere Phone-Life-Balance fördern.

Die Studie wurde von der Psychologin Nancy Etcoff, die an der Harvard-Universität lehrt, durchgeführt. Wie Motorola auf seinem Unternehmensblog schreibt, demonstriert die Untersuchung "alarmierende Resultate, welche die Notwendigkeit einer besseren Phone-Life-Balance untermauern". So gab ein Drittel der 4418 Befragten im Alter von 16 bis 65 aus den USA, Brasilien, Frankreich und Indien an, sie würden eher Zeit mit ihren Smartphones verbringen als mit ihren Lieben (wie Partner, Familie und Freunde), wenn diese Zeit mit ihnen verbringen möchten. Ganze 53 Prozent der Generation Z (1995 bis 2000 geboren) beschreiben ihr Smartphone als ihren "besten Freund".

Hälfte der Nutzer schaut exzessiv auf das Smartphone

49 Prozent der Befragten gaben an, exzessiv ihr Smartphone zu checken, was auf 60 Prozent der Millennials (1980 bis 1995 geboren) und der Generation Z zutraf. 35 Prozent aller Befragten glauben, sie würden zu viel Zeit mit ihren Smartphones verbringen und 44 Prozent der Generation Z meinen, sie wären bei weniger Smartphone-Nutzung glücklicher. 65 Prozent der Befragten verfielen in Panik, wenn sie glaubten, ihr Smartphone verloren zu haben, während drei von vier Teilnehmern der Generation Z angaben, häufig an die nächste Möglichkeit zu denken, wenn sie wieder ihr Smartphone nutzen können.

Motorola empfiehlt App gegen Smartphone-Sucht

Motorola möchte nun einen gesünderen Umgang mit Smartphones fördern. Das Unternehmen empfiehlt dazu die App Space, die eine Art 60-Tage-Verhaltenstherapie bietet. Davon abgesehen bietet Motorola ein englisches Quiz zur Smartphone-Sucht an und möchte auf Grundlage von Nutzer-Vorschlägen eine Moto-Mod dagegen bauen. Das Unternehmen ist der Auffassung, dass seine "Moto Experiences"-Software für ihre Smartphones der Sucht ebenfalls entgegenwirkt.

Artikel-Themen
close
Bitte Suchbegriff eingeben