menu

Nein, Fast Charging hat keinen negativen Effekt auf Smartphone-Akkus

Fast Charging hat keine negativen Auswirkungen auf den Akku eines Smartphones.
Fast Charging hat keine negativen Auswirkungen auf den Akku eines Smartphones.

Die Angst, dass Fast Charging den Smartphone-Akku beschädigen kann, ist weit verbreitet. Dabei handelt es sich allerdings um einen Mythos. Tatsächlich haben die Hersteller die Technologie ziemlich gut im Griff.

Smartphones bekommen Jahr für Jahr mehr Funktionen und brauchen allein schon deshalb immer größere Akkus. Damit die Geräte trotzdem in relativ kurzer Zeit aufgeladen werden können, setzen die Hersteller auf eine Schnellladetechnik, das sogenannte Fast Charging.

Smartphone-Netzteile werden immer schneller

Apple legt dem iPhone 11 Pro beispielsweise ein Netzteil bei, das mit 18 Watt lädt, Samsung bietet – je nach Modell – 25 bis 45 Watt ab Werk und bei Huawei sind es sogar 35 bis 45 Watt. Mithilfe dieser Netzteile lassen sich die recht großen Akkus der Geräte in unter zwei Stunden, teilweise sogar fast in einer Stunde, voll aufladen. Doch was passiert eigentlich beim Schnellladen? Das Magazin Cnet hat dazu mit verschiedenen Experten gesprochen und gibt Entwarnung: Fast Charging macht den Akku nicht kaputt!

Langzeitschäden sind durch Fast Charging, wie es heute genutzt wird, demnach nicht zu erwarten. Das liegt laut Cnet an der Art und Weise, wie die Technik umgesetzt wird. Fast Charging funktioniert nämlich in zwei Phasen.

Fast Charging funktioniert in zwei Phasen

In der ersten Phase wird dabei der Großteil der Ladung vom Netzteil in das Smartphone gepresst. Ein 45-Watt-Netzteil von Samsung kann den Akku eines Galaxy Note 10+ beispielsweise in nur 30 Minuten von 0 auf 70 Prozent laden. In dieser Phase können die Lithium-Ionen-Akkus der Smartphones nämlich eine große Menge an Ladung aufnehmen, ohne dass dabei ein Schaden entsteht.

Kritischer ist allerdings die zweite Phase. In dieser wird die Aufladegeschwindigkeit aller Smartphones normalerweise stark verlangsamt, um Langzeitschäden am Akku zu vermeiden. Das funktioniert über einen Chip im Netzteil selbst. Sobald der Akku einen Ladestand von ungefähr 70 Prozent erreicht hat, meldet er dies an den Chip. Dieser beginnt anschließend das Ladetempo stark zu drosseln. Im Ergebnis dauert diese zweite Ladephase für die restlichen 30 Prozent meistens sogar länger als die erste Phase.

Alle Nutzer, die sich bislang Sorgen um die Lebensdauer ihrer Smartphone-Akkus gemacht haben, können also aufatmen. So lange kein Schaden am Akku oder ein Software-Bug vorliegt, hat Fast Charging keinen negativen Effekt auf die Lebensdauer der Batterie.

Kommentar schreiben
Relevante Themen:

Neueste Artikel zum Thema Akku & Energie

close
Bitte Suchbegriff eingeben