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Neue Facebook-Datenpanne: Über 540 Millionen Nutzerdaten betroffen

Nun muss sich Mark Zuckerberg mit dem nächsten Datenskandal befassen.
Nun muss sich Mark Zuckerberg mit dem nächsten Datenskandal befassen.

Über 540 Millionen Facebook-Accountdaten sind auf unverschlüsselten Amazon-Cloudservern aufgetaucht. Die Daten waren von zwei Drittanbietern gesammelt worden und umfassen umfassende Informationen über die Nutzer, darunter Namen, Passwörter, Kommentare, Interessen und so weiter.

Die Cybersecurity-Firma UpGuard hat über 540 Millionen Archive mit Facebook-Nutzerdaten auf Amazon-Servern gefunden. Das schreibt ZDNet mit Bezug auf UpGuard. Die Daten wurden nicht von Amazon selbst dort hochgeladen, sondern vom mexikanischen Medienunternehmen Cultura Colectiva sowie vom "At the Pool"-Facebook-Spiel.

Über 540 Millionen Datenpakete auf ungesicherten Servern

Der von Cultura Colectiva genutzte Server beherbergte über 540 Millionen Nutzerdaten-Archive mit Accountnamen, Kommentaren, Likes, Reaktionen und anderen Daten, die für die Analyse von Social-Media-Feeds und Anwenderinteraktionen eingesetzt wurden. Die Daten vom "At the Pool"-Game umfassten die Nutzer-ID von Facebook, eine Liste mit Facebook-Freunden, Likes, Fotos, Gruppen, Checkins, Nutzerpräferenzen für Musik, Bücher, etc., sowie 22.000 Passwörter. Diese wurden aber für das Spiel genutzt, nicht unbedingt auch für Facebook selbst.

Server wurden inzwischen abgeschaltet

Laut UpGuard haben sich weder Cultura Colectiva noch Amazon kooperativ gezeigt. Erst als UpGuard einen Bloomberg-Reporter auf die unverschlüsselt zugängliche Datensammlung aufmerksam machte, kontaktierte dieser Facebook und Facebook forderte Amazon auf, den Server abzuschalten. Das soll laut einem Facebook-Sprecher auf Drängen des sozialen Netzwerks hin geschehen sein, so ZDNet. Der zweite Server mit den "At the Pool"-Daten wurde schon vom Netz genommen, bevor UpGuard die Macher des Spiels kontaktieren konnte. Es ist unklar, warum dies geschah.

Weitergabe an Dritte gefährdet Datensicherheit

Facebooks Problem ist hier die Weitergabe von Daten an Dritte und deren Umgang mit diesen Daten. Während Facebook auf den eigenen Servern die Nutzerinfos vielleicht besser schützt, werden sie durch die Weitergabe an Dritte riskiert.

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