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Neue Google-Technik lässt Dich noch mehr Fotos speichern

Google hat eine neue Technik entwickelt, mit der JPEG-Fotos deutlich kleiner werden könnten.
Google hat eine neue Technik entwickelt, mit der JPEG-Fotos deutlich kleiner werden könnten. (©LuckyBusiness/iStock/Thinkstock 2017)

Dein Smartphone-Speicher ist ständig voll, weil Du schon wieder 500 Urlaubsfotos geschossen hast? Dann könnte eine neue Technik von Google die Rettung sein!

Google hat einen neuen JPEG-Algorithmus namens Guetzli entwickelt, der die Kompression von Fotos deutlich verbessern soll. Das meldet Ars Technica. Was sich zunächst ein wenig dröge und technisch anhört, könnte vor allem bei Smartphones mit knapp bemessenem internem Speicher tatsächlich dramatische Auswirkungen haben. Laut dem Bericht ist der Algorithmus nämlich in der Lage, die Größe von JPEG-Dateien um bis zu 35 Prozent zu verkleinern – und das ohne Qualitätsverlust.

Webseiten könnten mit neuen JPEGs deutlich schneller laden

Somit könnten User auf ihren iPhones oder Android-Smartphones erheblich mehr Fotos – und natürlich auch Selfies – speichern. Zudem würden Webseiten mit derartig komprimierten JPEGs zumindest theoretisch deutlich schneller laden. Google arbeitete bereits 2010 an einem ähnlichen Projekt, woraus das Format WebP hervorging. Dieses bot ebenfalls eine Kompression von bis zu 34 Prozent gegenüber JPEG. Leider konnte sich WebP nie richtig durchsetzen und wurde nur in Chrome und Opera verwendet. Safari, Firefox und der Internet Explorer unterstützen WebP nie – mit ein Grund, warum das Format schlussendlich ausstarb. Mit Guetzli sollte es diese Probleme allerdings nicht geben, da die Bilder immer noch als JPEG gespeichert werden und somit in allen Browsern dargestellt werden können.

In seinem Entwickler-Blog stellt Google die technischen Aspekte des Open-Source-Projekts Guetzli ausführlicher vor. Das Ganze ist hochkompliziert und verwendet vereinfacht gesagt einen Mechanismus, der auf dem psychovisuellen System des Menschen basiert und unnötige Bildinformationen und Farben entfernt. Der etwas kurios anmutende Name rührt übrigens daher, dass hinter der Entwicklung der Google-Ableger in Zürich steckt – und "Guetzli" ist schlichtweg ein schweizerdeutscher Ausdruck für "Keks".

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