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Neue Malware zwingt PC-Nutzer einen Shooter-Highscore zu knacken

Wer seine Daten retten will, muss einen Gaming-Highscore knacken.
Wer seine Daten retten will, muss einen Gaming-Highscore knacken. (©YouTUbe/ Jaimers91 2017)

Eine neue Malware namens Rensenware verschlüsselt sämtliche Daten auf dem PC. Um sie wieder freizuschalten, muss der Nutzer den Highscore in einem Anime-Shooter knacken.

Bei Ransomware handelt es sich um besonders fiese Computerviren, die darauf ausgelegt sind, Daten auf der Festplatte zu verschlüsseln und den PC-Besitzer zu erpressen. Nur wenn dieser eine bestimmte Summe an den Hacker zahlt, gibt dieser die Daten wieder frei. Eine neue Malware namens Rensenware wandelt dieses Prinzip nun ab, wie Slashgear berichtet. Sie verschlüsselt ebenfalls den PC, verlangt jedoch kein Lösegeld, sondern zwingt den Nutzer, einen Highscore im ultra-schweren Anime-Shooter "TH12 – Undefined Fantastic Object" zu knacken.

Wer also von einer Rensenware-Attacke erwischt wird, hat keine Möglichkeit, sich seine Daten mit Geld wieder zurückzukaufen, sondern muss sich so lange die Finger wund spielen, bis er einen Score von 200 Millionen Punkten auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad des Shooters erreicht hat. Was zunächst durchaus witzig klingt, dürfte jedoch selbst absolute Hardcore-Zocker schnell an ihre Grenzen bringen.

Entwickler entschuldigt sich für den fiesen Virus

Dabei war Rensenware ursprünglich sogar als Scherz gedacht, wie der Entwickler mit dem Nickname Typle Eraser mittlerweile verriet. Dieser hatte demnach nie die Absicht, mit seiner Malware tatsächlich zahlreiche Rechner zu infizieren, weshalb er sich für die Verbreitung des Schadcodes inzwischen entschuldigt hat. Doch nicht nur das: Bei GitHub hat der Programmierer mittlerweile ein Tool veröffentlicht, mit dem sich der Virus unproblematisch wieder vom Rechner entfernen lässt.

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