Neues iPad Pro 2018 im Teardown: Viel Kleber erschwert die Reparatur

Auch das neue iPad Pro lässt sich nur schwer reparieren.
Auch das neue iPad Pro lässt sich nur schwer reparieren. (©YouTube/ iPhonedo 2018)
Alexander Mundt Wartet weiterhin sehnsüchtig auf die ersten erschwinglichen OLED-TVs mit 65 Zoll aufwärts.

Die Reparaturexperten von iFixit haben das neue iPad Pro 2018 mit 11 Zoll im Teardown auseinandergenommen – und viel, viel Kleber entdeckt, der die Reparatur erschwert. Immerhin lässt sich der Akku etwas leichter austauschen, als man es von Apple gewohnt ist.

Die Reparaturspezialisten von iFxit haben einen Teardown des kürzlich veröffentlichen iPad Pro 11 Zoll online gestellt. Das Entfernen des Displays gewährte einen Blick auf die Lautsprecher, die sich aus vier Hoch- und vier Tieftönern zusammensetzen. Auf dem Logic Board, dessen Zugriff durch Lautsprecher und Abdeckung erheblich erschwert wird, sind schließlich zu finden: A12X Bionic Chip, 64 GB Speicher von Toshiba, zwei Micron-Arbeitsspeichermodule mit insgesamt 4 GB, NFC-Chipsatz, Module für WLAN und Bluetooth, zwei Broadcom-Touchscreen-Controller und ein Power-Controller von Texas Instruments.

Akku beim iPad Pro 2018 fällt etwas kleiner aus als beim iPad Pro 10,5 Zoll

Im Vergleich mit früheren iPad-Generationen lässt sich der Akku im neuen Modell etwas leichter tauschen, was an den speziellen U-förmigen Klebelaschen liegt, die sich einigermaßen leicht lösen lassen. Dass der Akku dennoch mit viel Kleber gehalten wird, merkten die Experten in ihrem Teardown negativ an. Im Vergleich zum iPad Pro mit 10,5 Zoll fällt die Akkukapazität im neuen Tablet etwas geringer aus: Sie beträgt 9,45 Wattstunden (Wh), während die 10,5-Zoll-Variante eine Batterie mit 30,8 Wh bietet. Bekanntlich ist das iPad Pro 2018 auch das erste Apple-Tablet mit Face-ID-Sensor, der sich aber, abgesehen von einem leicht verändertem Formfaktor, nicht von dem im iPhone XS unterscheidet.

Es ist auch das erste Apple-Tablet mit USB-C-Anschluss, der noch dazu modular ist und somit leichter und vor allem unabhängig vom Logic Board austauschen lässt. Bei früheren Generationen mit Lightning-Anschluss war dies nicht der Fall. Mithilfe eines Ultraschallmessers wurde schließlich auch der neue Apple Pencil bearbeitet. Im Inneren des Stylus wurde auch eine Art kapazitives Raster entdeckt, das womöglich für die Erkennung der neuen Gesten dienen dürfte.

Am Ende reicht es, trotz positiver Ansätze, nur für 3 von 10 Punkten, was die Reparierbarkeit angeht. Zwar fallen das Fehlen des Home-Buttons und der modulare USB-C-Anschluss positiv ins Gewicht. Doch insgesamt stecke einfach viel zu viel Kleber im Inneren des Geräts, wodurch die Reparatur erschwert werde. Seit dem 7. November gibt es das neue iPad Pro 2018 im Handel zu kaufen.

Kommentar schreiben
Relevante Themen:

Beliebteste Artikel bei Tech

  • Letzte 7 Tage
  • Letzte 30 Tage
  • Alle
close
Bitte Suchbegriff eingeben