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Neues MacBook Air im Teardown: So schlecht lässt es sich reparieren

Apple hat die Reparierbarkeit auf niedrigem Niveau verbessert.
Apple hat die Reparierbarkeit auf niedrigem Niveau verbessert. (©YouTube/Jonathan Morrison 2018)

Seit Mittwoch gibt es das neue MacBook Air 2018 im Handel zu kaufen, jetzt haben die Reparaturspezialisten von iFixit den Laptop in einem Teardown auseinandergenommen – und einmal mehr eine schlechte Reparierbarkeit bescheinigt. Immerhin der Akku lässt sich etwas leichter tauschen.

Das berichtet MacRumors mit Verweis auf die Ergebnisse des Teardowns von iFixit. Dabei entdeckten die Experten unter den Tasten der Tastatur eine Silikon-Membran, wie sie auch beim Keyboard des MacBook Pro zum Einsatz kommt. Soweit keine Überraschung, da Apple betonte, dass auch das neue Modell die dritte Generation der Butterfly-Tastatur integriert habe.

Wie üblich halten Pentalob-Schrauben das Gerät auf der Rückseite zusammen. Für das Öffnen wird ein spezieller Pentalob-Schraubendreher benötigt. Das Innenleben gewährt einen Blick auf die kompakte Anordnung von Komponenten, darunter ein kleines Logic Board, ein Lüfter und eine Kühlung.

Akku kann leichter ausgetauscht werden

Nach dem Lösen des Logic Boards zeigten sich auch der T2-Sicherheitschip, der Thunderbolt-3-Controller von Intel, 128-GB-Flashspeicher von SanDisk und nicht zuletzt 8 GB LPDDR3 RAM von SK Hynix. Bei näherer Betrachtung fiel den Sicherheitsprofis die modulare Bauweise der Thunderbolt-3-Anschlüsse auf, die sich leichter als vermutet austauschen ließen. Der vorsichtig eingeschlagene Trend einer reparaturfreundlicheren Bauweise setzte sich auch beim 49,9-Wh-Akku und den Lautsprechern fort, die durch das Ziehen von zehn Klebelaschen erreicht werden konnten.

Der Akku ist zwar nach wie vor im oberen Gehäuse verklebt, doch der Austausch des Energiespeichers soll sich dennoch leichter als in früheren Generationen gestalten: Dafür versorgt Apple autorisierte Service Provider mit speziellen Werkzeugen für den leichten Akkuwechsel. Ebenfalls neu ist der Touch-ID-Sensor, der aber aufgrund seines modularen Aufbaus keinen Austausch des Logic Boards erforderlich macht. Aufgrund der Sicherheitsbestimmungen von Apple muss das MacBook Air aber nach einem Tausch des Touch-ID-Sensors ein entsprechendes Diagnoseprogramm durchlaufen.

Insgesamt hat Apple die Reparierbarkeit des neuen MacBook Air 2018 auf niedrigem Niveau verbessert, insbesondere im Vergleich zu den Pro-Modellen. Am Ende reicht es dennoch nur für 3 von 10 Punkten, da sich etwa Komponenten wie SSD oder RAM nicht aufrüsten lassen. Das neue MacBook Air gibt es seit Mittwoch zu Preisen ab 1349 Euro im Handel zu kaufen, erste Tests fielen überwiegend positiv aus.

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