Nicht wie Apple: HTC & Motorola verlangsamen keine Smartphones

Zumindest HTC und Motorola betonen, die Smartphone-Leistung bei alten Akkus nicht zu drosseln.
Zumindest HTC und Motorola betonen, die Smartphone-Leistung bei alten Akkus nicht zu drosseln. (©Thinkstock/iStock/milindri 2017)
Alexander Mundt Wartet weiterhin sehnsüchtig auf die ersten erschwinglichen OLED-TVs mit 65 Zoll aufwärts.

Apple macht das iPhone langsam, wenn der Akku leistungsschwächer wird – andere Smartphone-Hersteller gehen diesen Weg aber offenbar nicht. So haben HTC und Motorola mitgeteilt, dass sie keinerlei Drosselungen bei ihren Android-Geräten vornehmen würden.

Update vom 29.12.2017 um 9:45 Uhr: Mittlerweile haben sich LG und Samsung in einem Statement gegenüber PhoneArena zu dieser Thematik geäußert. Beide Smartphone-Hersteller betonen, dass sie keinerlei CPU-Drosselungen bei Geräten mit schwachen Akkus vornähmen.

Ursprüngliche Meldung vom 29.12.2017 um 9:16 Uhr: Das teilten die beiden Unternehmen in einem Statement gegenüber The Verge mit. "Das tun wir nicht", erklärte etwa ein Sprecher von HTC hinsichtlich der Verlangsamung von Smartphones mit älteren Akkus. "Wir drosseln die CPU-Leistung nicht aufgrund älterer Akkus", heißt es seitens Motorolas. Andere namhafte Hersteller haben sich in dieser Debatte noch nicht zu Wort gemeldet. Eine Antwort von Sony auf die Anfrage von The Verge werde erst im neuen Jahr kommen. Bei Samsung müsse man die Sachlage erst noch prüfen. Ob es sich bei Apples Vorgehen also um einen Einzelfall handelt oder es ein geläufiger Vorgang in Industriekreisen ist, bleibt noch abzuwarten.

Apple entschuldigt sich bei seinen Kunden – und macht Akku-Tausch günstiger

Jüngst wurde bekannt, dass Apple ältere iPhones gezielt langsamer macht, wenn diese über einen älteren und somit schwächeren Akku verfügen. Im vergangenen Jahr führte der Konzern aus Cupertino eine entsprechende Option in iOS 10 ein, um die CPU-Leistung beim iPhone 6, iPhone 6s und iPhone SE zu begrenzen. Apple begründete diesen Schritt mit schwächer werdenden Batterien, die nicht mehr in der Lage seien, die benötigte Power in Spitzenlasten zu liefern. Um keine plötzlichen Abschaltungen zu provozieren und um das Smartphone vor Schäden zu schützen, habe man diese Funktion in das Betriebssystem integriert.

Vor allem das intransparente Vorgehen Apples verärgerte viele Besitzer eines iPhones. In einem offenen Brief entschuldigte sich das US-Unternehmen jetzt bei seinen Kunden und kündigte zugleich eine Wiedergutmachung an: Ein Akkutausch außerhalb der Garantie kostet bis Dezember 2018 nur noch 29 US-Dollar. Bislang wurden, je nach Modell, 50 bis 79 US-Dollar für diesen Dienst fällig.

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