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Nordkorea baut jetzt seine eigenen "iPads"

Apples iPads bekommen Konkurrenz aus Nordkorea.
Apples iPads bekommen Konkurrenz aus Nordkorea. (©YouTube/EverythingApplePro 2017)

Angst vor Apples Marken-Anwälten? Die gibt es in Nordkorea offenbar nicht. In dem isolierten Land baut ein Hersteller jetzt einfach ein eigenes Tablet und nennt es frech "Ryonghung iPad".

Man könnte annehmen, dass Nordkorea technologisch dem Rest der Welt deutlich hinterherhinkt. Doch nun will der kommunistische Staat offenbar aufholen: Wie Gizmodo berichtet, hat das nordkoreanische Unternehmen Ryonghung kürzlich einen Tablet-Computer vorgestellt, der einen recht bekannten Namen trägt: iPad.

Das Tablet besitzt einen 1,2-GHz-Prozessor, 1 GB RAM, 8 GB internen Speicher, einen HDMI-Anschluss, ein Keyboard und "Netzwerkverbindungen". Es ist jedoch zu vermuten, dass das nordkoreanische iPad, wie auch alle PCs in dem Land, mit einer vorinstallierten Firewall versehen ist, die ausländische Webseiten aussperrt. Dafür sind auf dem Ryonghung iPad anscheinend 40 Apps vorinstalliert, darunter Anwendungen mit ominösen Namen wie Good Doctor 3.0.

Nordkorea nimmt Apple gerne als "Vorbild"

Mit diesen technischen Daten kann es das "nordkoreanische iPad" natürlich nicht mit den aktuellsten Modellen von Apple aufnehmen. Es ist jedoch eher unwahrscheinlich, dass der kalifornische Konzern sein Markenrecht nun in dem kommunistischen Land mithilfe von Anwälten durchsetzen wird. Zudem ist es nicht das erste Mal, dass in Nordkorea technische Geräte auftauchen, die offenbar recht deutlich durch den Klassenfeind Apple inspiriert wurden. So wurde laut NK News 2015 auf einer Handelsmesse in Pjöngjang ein PC entdeckt, der praktisch nicht von einem iMac zu unterscheiden war. Auch Nordkoreas eigenes Betriebssystem Red Star 3.0 basiert auf Apples OS X.

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