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Nur iOS 9.3.1 ist sicher: 1970-Datums-Bug kehrt zurück

Der 1970-Bug treibt auf dem iPhone immer noch sein Unwesen.
Der 1970-Bug treibt auf dem iPhone immer noch sein Unwesen. (©CC: Flickr/Kārlis Dambrāns 2016)

Kann sich noch jemand an den Bug erinnern, der ein iPhone zerstören konnte, wenn man das Datum auf den 1. Januar 1970 einstellte? Der Fehler ist nun in weitaus hinterhältigerer Form zurückgekehrt.

Fiese Zeitgenossen können mit einem modifizierten Router und der Ausnutzung des Datums-Bugs ein iPhone oder iPad absichtlich unbenutzbar machen. Das berichtet MacRumors unter Berufung auf die IT-Sicherheitsfirma PacketSled Inc. Der neue 1970-Bug nutzt dabei den Umstand aus, dass sich ein iOS-Gerät ständig nach bekannten und vertrauenswürdigen WLANs umsieht und wird auch nicht durch den Patch in iOS 9.3 behoben.

Datums-Bug nutzt Zeitsynchronisierung über Netzwerk aus

Das genaue Problem wird auf KrebsonSecurity beschreiben: So könnten Angreifer ein sicheres Netzwerk vorgaukeln, indem sie ihrem Netz  einen dem iOS-Gerät bereits bekannten Namen geben. Wenn das iPhone oder iPad dann in regelmäßigen Abständen bei einem Network-Time-Protocol-Server die Uhrzeit abfragt, könnte das Angreifer-Netz diese Verbindung abfangen und das Datum 1. Januar 1970 an das iOS-Gerät schicken. Was dann laut Beobachtung der beiden Sicherheitsexperten Patrick Kelley und Matt Harrigan passiert, ist ziemlich kurios: Die verbuggten iOS-Geräte gerieten nicht nur in eine Reboot-Schleife, sie wurden auch sehr heiß und die Zeit lief plötzlich rückwärts.

Der neue Datums-Bug soll laut den Analysten nur in iOS-Versionen vor iOS 9.3.1 auftreten. Alle Apple-Nutzer, die sich also Sorgen wegen des Fehlers machen, sollten ihre Geräte schnellstmöglich auf die aktuellste Software-Version aktualisieren.

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