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Nvidia-KI-Software kann Bilder täuschend echt rekonstruieren

Die Software kann fehlende Teile eines Bildes wiederherstellen.
Die Software kann fehlende Teile eines Bildes wiederherstellen. (©YouTube/Nvidia 2018)

Nvidia hat eine beeindruckende KI-Software entwickelt, die in der Lage ist, beschädigte Bilder zu rekonstruieren. Die Technik lässt sich auch zur Bildbearbeitung verwenden, die dann fast völlig automatisiert abläuft. 

Bereits im März konnte der Grafik-Spezialist Nvidia mit einer beeindruckenden Software zur Bildbearbeitung aufwarten. Nun haben die Kalifornier mit einer KI-Software nachgelegt, die in der Lage ist, Bilder, die teilweise beschädigt sind, zu rekonstruieren – und zwar so, dass das Ergebnis dem Original kaum nachsteht. Vorgestellt wurde die Bildbearbeitung mit künstlicher Intelligenz via Pressemitteilung.

Die Software ist in der Lage, Bilder zu verstehen

Die Software von Nvidia arbeitet mit sogenannten Deep-Learning-Prozessen und ist dadurch in der Lage, Bilder zu verstehen und Dinge oder Personen, die auf diesen abgebildet sind, zu erkennen. Anhand dieses "Verständnisses" kann die Software dann fehlende Pixel logisch ergänzen. Die Ergebnisse, die Nvidia dabei präsentiert, sind absolut beeindruckend. Die KI ist in der Lage, das Bild so zu rekonstruieren, wie es wirklich aussehen müsste.

Die Software lässt sich allerdings nicht nur zu Rekonstruktion von Bildern verwenden, sondern auch zum Retuschieren. Werden nämlich bestimmte Elemente aus dem Originalbild gelöscht – wie etwa eine Brücke in einer ansonsten unberührten Landschaft – dann versucht das Programm anhand der vorhandenen Bildinformationen das Bild so zu rekonstruieren, als wäre die Brücke niemals da gewesen. Wie das dann in der Praxis aussieht, zeigt das Video, das die Entwickler dazu veröffentlicht haben. Noch sind die Ergebnisse nicht absolut perfekt, aber dennoch sehr beeindruckend.

Nvidia hebt Bildbearbeitungssoftware auf ein neues Level

Versuche mit ähnlicher Software hatte es schon früher gegeben – zum Beispiel vom Bildbearbeitungs-Spezialisten Adobe. Diese konnten aber in den meisten Fällen keine brauchbaren Ergebnisse liefern, weil der Software das Verständnis für das jeweilige Motiv fehlte. Nvidia ist es nun erstmals gelungen, diese Schwächen auszumerzen.

Die Fortschritte der Kalifornier bei der Bilderkennung hängen auch mit der Hardware-Kompetenz des Unternehmens zusammen. Die Grafikprozessoren von Nvidia gehören derzeit zu den leistungsfähigsten Mikrochips der Welt. Für die Bildberechnung mit Hilfe der KI-Software setzt das Unternehmen deshalb auf Tesla-V100-GPUs, die eigentlich für den Einsatz in Datencentern konzipiert wurden.

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