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Nvidia verwandelt 30-FPS-Videos dank KI-Software in 240-FPS-Aufnahmen

Eine neue KI-Software von Nvidia ist in der Lage, spektakuläre Slow-Motion-Videos aus Standard-Aufnahmen mit nur 30 Bildern pro Sekunde zu zaubern. Technisch könnte die Software zukünftige Videobearbeitung auf ein völlig neues Level heben.

Bereits in den vergangenen Monaten durften wir mehrfach Zeuge davon werden, welche Fortschritte der Chip-Hersteller Nvidia auf dem Bereich der Bildbearbeitung mit Hilfe von künstlicher Intelligenz (KI) gemacht hat. Nun haben Forscher des Unternehmens auf der offiziellen Nvidia-Website erstmals gezeigt, welche Wunder ihre KI-Software auch bei der Videobearbeitung vollbringen kann. Die KI ist offenbar so weit, dass sie in der Lage ist, Slow-Motion-Videos künstlich aus Aufnahmen mit nur 30 Bildern pro Sekunde zu berechnen.

Nvidia kitzelt 480 Bilder pro Sekunde aus einer 30-FPS-Aufnahme

Normalerweise muss Videomaterial, damit es in Zeitlupe wiedergegeben werden kann, mit einer Spezialkamera und einer hohen Bildwiederholrate von 240 oder sogar 480 Bildern pro Sekunde gefilmt werden. Nur dann wirkt die Wiedergabe auch in Zeitlupe noch flüssig, während Standard-Aufnahmen mit 60 oder gar nur 30 Bildern pro Sekunde zu reinen Ruckelorgien verkommen.

Nvidia hat es mithilfe seiner KI nun geschafft, Aufnahmen mit 60 oder 30 FPS so zu bearbeiten, dass sie auch in Super-Zeitlupe noch absolut flüssig und sauber wirken. Dabei berechnet die KI anhand der bereits vorhandenen Bilder einfach mehrere logische Zwischenbilder. Aus einer Originalaufnahme mit nur 30 Bildern pro Sekunde wird so eine künstliche Slow-Motion-Aufnahme mit 240 Bildern pro Sekunde. Für jeden echten Frame berechnet die KI dabei sieben künstliche Zwischen-Frames.

Das könnte die Zukunft der Videobearbeitung sein

Bemerkenswert ist dabei vor allem, wie echt die künstlich eingefügten Zwischenbilder wirken und wie nahtlos sich das Ganze am Ende zusammenfügt. Am Beispiel der von Nvidia gezeigten Videos lässt sich beispielsweise nicht erkennen, dass es sich um Fake-Slow-Mo-Videos handelt. Interessant wird sein, wann derartige Techniken auch den Weg in alltäglicher Videosoftware zum Einsatz kommen wird. KI-Technik, so scheint es jedenfalls, dürfte auch die Videobearbeitung in Zukunft nachhaltig verändern.

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