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OnePlus-Smartphones sollen heimlich Nutzerdaten sammeln

Sollen heimlich Nutzerdaten sammeln: Smartphones des chinesischen Herstellers OnePlus.
Sollen heimlich Nutzerdaten sammeln: Smartphones des chinesischen Herstellers OnePlus. (©OnePlus 2017)

Smartphones hinterlassen immer Spuren – OnePlus-Geräte aber offenbar in einem weitaus größerem Umfang als normal. So sollen die Mobiltelefone des chinesischen Herstellers detaillierte Benutzerprofile anlegen – ohne explizites Einverständnis des Besitzers.

Wer seine Privatsphäre schützen möchte, muss in den Einstellungen seines Handys meist umfangreiche Einstellungen treffen. Doch OnePlus soll offenbar ein besonders eifriger Datensammler sein, berichtet AndroidAuthority. Den Datenhunger von OnePlus hat Blogger Chris Moore enthüllt, der entsprechende Hinweise darauf entdeckt haben will. In den Logdaten seines Proxyservers habe Moore die URL open.oneplus.net entdeckt. An diese Adresse soll sein OnePlus-Smartphone Daten verschlüsselt übertragen haben – und somit direkt an den chinesischen Smartphone-Hersteller, der sich durch seine Flaggschiff-Killer-Geräte eine Fangemeinde erarbeitete.

Diese Daten sammelt OnePlus über seine Nutzer

Nachdem der Blogger die Datensätze entschlüsselte, habe er seinen Augen kaum getraut. Aufgezeichnet werden unter anderem Telefon-und Seriennummer, Zeitstempel, Netzwerknamen oder auch, wie lange Apps auf dem Gerät aktiviert waren. Kurzum: Ein vollständiges Benutzerprofil. Der Code, durch den die Nutzerdaten gesammelt werden sollen, sei Bestandteil der Dienste OnePlus Device Manager und OnePlus Device Manager Provider. In einem Statement gegenüber AndroidAuthority betonte OnePlus, dass man Nutzerdaten sammle, um die Software besser auf die Bedürfnisse des Besitzers abstimmen zu können. Die gesammelten Gerätedaten dienten lediglich einem besseren Support, heißt es.

Wer hingegen keine Daten an OnePlus übermitteln möchte, findet dafür in den Einstellungen keine passende Option. Lediglich durch den Anschluss an einen Computer samt USB-Debugging, einer Option für Entwickler, lässt sich die Datensammelwut eindämmen. Angesprochen auf die Auswertung des Nutzerverhaltens hatte OnePlus auf Twitter für Moore zwei Ratschläge parat: einerseits das Löschen des Caches – und als letztes Mittel einen Hard-Reset. Doch das grundlegende Problem wird dadurch nicht gelöst, sondern nur temporär gelindert.

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