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Pilot sendet Fotos beim Fliegen via AirDrop an anderes Flugzeug

Fotos versenden via AirDrop ist über kurze Distanzen kein großes Problem. Aber wie verhält es sich in über 10.000 Metern Höhe und zwischen zwei Flugzeugen? Ein Pilot hat den Test gemacht.

Update vom 14. August: Das Video wurde inzwischen als Fake entlarvt. Wie AppleInsider berichtet, hat Singapore Airlines dementiert, dass ein Austausch von Fotos via AirDrop stattfand. Die Bilder seien vielmehr später via Mail verschickt worden.

Ursprüngliche Meldung: "Bitte schalten sie Ihre elektronischen Geräte für den Flug entweder aus oder in den Flugmodus" – diesen Sicherheitshinweis kennt wohl jeder, der schon einmal mit einem Flugzeug geflogen ist. Blöd nur, wenn sich der Pilot selbst überhaupt nicht um derlei Beschränkungen kümmert und in 10.700 Metern Höhe einfach mal Fotos von seinem iPhone via AirDrop versendet. Das hat zumindest der Flugkapitän und YouTuber LouB747 getan, indem er Fotos von seinem Smartphone an den Piloten eines anderen Flugzeugs in rund 1000 Meter Entfernung geschickt hat.

Dokumentiert ist das Ganze in einem Video, das seit Freitag auf YouTube zu sehen ist. LouB747 funkt die andere Maschine der Fluglinie Singapore Airlines zunächst an und schickt dem Piloten dann seine Fotos via AirDrop hinüber. Der Pilot der anderen Maschine bestätigt nach kurzer Zeit über Funk den Empfang. Ob das ganze echt ist oder es sich nur um einen gut gemachten Fake handelt, lässt sich leider nicht feststellen.

Eine Wi-Fi-Verbindung über 1000 Meter?

Bei AirDrop handelt es sich um einen von Apple entwickelten Standard zur Funkübertragung kleinerer Datenmengen über eine Wi-Fi-Direktverbindung zwischen zwei Geräten. Die Übertragung arbeitet dabei mit den Standard-Wi-Fi-Antennen des iPhone, die bekanntermaßen nur eine begrenzte Reichweite haben. Apple selbst gibt für AirDrop eine maximale Reichweite von neun Metern an.

Technisch gesehen ist es unter normalen Umständen also absolut unmöglich, dass eine Datensendung via AirDrop über so eine große Distanz klappt. Dass das Ganze in über 10.000 Metern offenbar trotzdem funktioniert, kann daher eigentlich nur mit der niedrigen Luftdichte erklärt werden, die in dieser Höhe herrscht. Durch die geringe Dämpfung der Strahlen können diese sich offenbar um ein Vielfaches weiter ausbreiten, als es unter normalen Umständen möglich wäre. Ob die ganze Aktion des Piloten nun besonders verantwortungsvoll war, steht allerdings auf einem anderen Blatt.

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