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Polizei will iPhone mit Finger aus 3D-Drucker hacken

Lässt sich Touch ID mit einem 3D-Drucker überlisten?
Lässt sich Touch ID mit einem 3D-Drucker überlisten? (©CC: Flickr/Kārlis Dambrāns 2015)

Die Polizei in den USA hat möglicherweise ein neues Verfahren gefunden um iPhones und andere Smartphones zu hacken. Möglich werden soll dies mit geklonten Fingerabdrücken aus 3D-Scannern.

Dank einer US-amerikanischen Polizeibehörde könnte es schon bald einen neuen Weg geben, Smartphones zu hacken. Gemeinsam mit dem Forscher Alin K. Jain wollen die Beamten nämlich den Finger eines Mordopfers per 3D-Drucker klonen und so den Fingerabdrucksensor auf einem iPhone überlisten. Durch das Entsperren des Smartphones erhoffen sich die Ermittler Hinweise auf den Täter, wie das Portal Fusion berichtet.

Ein reiner Kunststoff-Finger reicht nicht aus

Damit das Entsperren mit dem künstlichen Finger gelingt, müssen die Beamten allerdings ein bestimmtes Material verwenden, welches elektromagnetisch leitfähig ist. Ein normaler Plastik-Abdruck des Fingers reicht nämlich nicht aus, um den Touch ID-Scanner zu überlisten. Touch ID ist wie die meisten anderen Fingerabdruckscanner kapazitiv – das bedeutet, er scannt nicht nur den Fingerabdruck, sondern auch die elektrische Leitfähigkeit der Haut.

Touch ID wurde schon früher überlistet

Ob es den Polizeibeamten auf diese Art gelingt, das Sicherheitssystem des iPhones zu überlisten, ist nicht bekannt. Dass der Fingerabdruckscanner im iPhone nicht so sicher ist, wie oft vermutet, ist jedoch bereits seit 2013 bekannt. Schon damals war es Mitgliedern des Chaos Computer Club laut Heise Online gelungen, ein iPhone 5s mit einem künstlichen Fingerabdruck aus Holzleim und einer elektrisch-leitenden Graphit-Oberfläche zu entsperren.

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