Preis-Schock! OnePlus-Smartphone mit 5G wird bis zu 300 Dollar teurer

Das erste 5G-Smartphone in Europa könnte sehr teuer werden.
Das erste 5G-Smartphone in Europa könnte sehr teuer werden. (©TURN ON 2018)
Andreas Müller Hat im vergangenen Jahr so viele Smartphones getestet, dass er einen Orden verdient hätte.

Das OnePlus-Smartphone mit 5G-Modem könnte erheblich teurer werden als die bisherigen OnePlus-Flaggschiffe. Es handelt sich um das erste Smartphone mit 5G-Modem und spätere Modelle mit diesem Feature sollen deutlich weniger kosten. Der Preisaufschlag gilt allerdings nur im Vergleich zu den ohnehin sehr günstigen OnePlus-Flaggschiffen.

300 US-Dollar mehr für ein 5G-kompatibles Smartphone? Der OnePlus-CEO Pete Lau erklärte gegenüber The Verge, dass für den 5G-Support 200 bis 300 US-Dollar zusätzlich für das kommende OnePlus-Handy anfallen werden. Der Qualcomm-Präsident Cristiano Amon bemerkte gegenüber The Verge derweil, dass er diesen Aufpreis für recht hoch einschätzt: "Andere sind beim Preis viel aggressiver." Andererseits ist das aktuelle Flaggschiff des Unternehmens, das OnePlus 6T, ab 550 Euro zu haben. Ein paar Hundert Euro mehr würden es eher in die Nähe normaler Flaggschiff-Preise rücken.

5G bedeutet für Smartphones eine große Herausforderung

Immerhin handelt es sich um die erste Einschätzung zum 5G-Aufpreis, der bislang von einem Hersteller zu hören war. Pete Lau machte deutlich, dass OnePlus ein 5G-Smartphone anbieten wird, weil die Kunden es verlangen und dass er seine Ingenieure möglichst früh mit der Aufgabe betreuen wollte. "5G ist ein wichtiger Trend mit erheblichen Herausforderungen (...) Wir arbeiten daran, die Technologie so schnell wie möglich zu verstehen", sagte er. Wie groß die Vorzüge durch 5G bei Smartphone sind, ist umstritten.

Kein schön aussehendes 5G-Flaggschiff möglich?

Es ist demnach besonders schwierig, ein 5G-Smartpone zu entwickeln, das mit den Angeboten verschiedener Mobilfunkanbieter weltweit kompatibel ist. Das erste OnePlus-Smartphone mit 5G-Unterstützung wird daher nur im "Sub-6-Spektrum" funktionieren, das vom europäischen Partner EE genutzt wird, ein britischer Netzbetreiber. Es reizt die maximale Geschwindigkeit von 5G nicht aus, aber die Netzwerkabdeckung ist breiter als die schnelleren Frequenzen, die AT&T und Verizon in den USA nutzen.

Die zahlreichen 5G-Antennen erfordern ein anderes Smartphone-Design, als man es von aktuellen High-End-Smartphones gewohnt ist. Samsungs 5G-Prototyp setzt etwa auf eine dicke Notch. "Es scheint aktuell nicht möglich zu sein, ein schön aussehendes 5G-Flaggschiff zu entwickelt", so Pete Lau. Er meint damit vor allem ein Gerät für die 5G-Frequenzen, die in den USA zum Einsatz kommen.

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