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Private Fotos bei Instagram waren gar nicht so privat

"Oh Gott, wenn das mein Freund sieht!" - Wer seine Bilder auf Instagram teilt, sollte sich die Einstellungen genau durchlesen.
"Oh Gott, wenn das mein Freund sieht!" - Wer seine Bilder auf Instagram teilt, sollte sich die Einstellungen genau durchlesen. (©Getty Images/iStockphoto 2015)

Das könnte eine böse Überraschung für viele Instagram-Nutzer gewesen sein: Bis vor kurzem waren private Fotos gar nicht so privat wie angenommen. Unter Umständen konnte jedermann auch auf Bilder zugreifen, die eigentlich der Allgemeinheit verborgen gewesen sein sollten.

Am Wochenende hat der Foto-Dienst Instagram eine Sicherheitslücke in seinen Einstellungen geschlossen. Der Blog Quartz hatte zuvor berichtet, dass private User-Fotos weiterhin frei im Netz verfügbar waren.

Bilder bei Instagram: Einmal öffentlich, immer öffentlich?

Die Sicherheitslücke sah bis vor Kurzem so aus: Folgte ein Instagram-Nutzer einem anderen Account, konnte er alle dort hochgeladenen Bilder betrachten, sowohl die öffentlichen als auch die privaten. Die URL zu den betreffenden Bildern konnte der User fröhlich verschicken, um die Bilder auch anderen Leuten zu zeigen. Führte dieser Link nun auf das Fotos eines privaten Accounts, wurde das entsprechende Foto nicht angezeigt – denn der Account war ja nicht für alle einsehbar. Tja – leider nur in der Theorie.

Denn: Wurde ein Bild zu einem Zeitpunkt hochgeladen, zu dem der betreffende Account öffentlich war, war dieses Bild fortan immer frei zu erreichen, wenn man die entsprechende URL hatte. Selbst wenn der Account kurz danach auf privat gestellt wurde – einmal öffentlich hieß bei Instagram immer öffentlich. Die fraglichen Bilder waren also niemals wirklich verborgen, man brauchte nur die korrekte Webadresse. Diese Sicherheitslücke hat Instagram nun geschlossen.

Vorsicht im Umgang mit fraglichen Inhalten

Die Unachtsamkeit seitens Instagram zeigt ein weiteres Mal, dass Nutzer achtsam mit ihren privaten Daten und Inhalten umgehen sollten. Gerade vor dem Hintergrund, dass der Foto-Sharing-Dienst immer beliebter wird, ist besondere Vorsicht geboten. Peinliche Schnappschüsse des letzten Kneipenbesuchs oder gar Nacktfotos für den Liebsten sollten daher am besten direkt auf der Festplatte bleiben.

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